Autorennen endete für Mutter und Tochter tödlich: Ex-FC-Nachwuchskicker zu mehrjährigen Haftstrafen verdonnert

Von Christoph Driessen

Köln - Wegen eines Autorennens mit dem Tod von zwei Menschen als Folge sind zwei ehemalige Nachwuchs-Profis des 1. FC Köln vom Landgericht Köln zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die beiden Angeklagten (beide 22) wurden vom Landgericht Köln schuldig gesprochen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der eine von ihnen wurde zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren verurteilt, der andere zu vier Jahren und sechs Monaten. Die Strafen gehen deutlich über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus.

"Wir haben überhaupt keinen Zweifel daran, dass Sie damals ein Rennen gefahren sind", sagte der Vorsitzende Richter zu den beiden 22 Jahre alten Angeklagten.

Dies sei kein tragischer Unfall gewesen, sondern hier seien zwei Menschen einem Verbrechen zum Opfer gefallen. "Das kann man sich nicht irgendwie schönreden", so der Richter. 

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Die beiden heute 22-Jährigen waren im Dezember 2023 spätabends bei Dunkelheit auf der A555 mit Geschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen.

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Der Kleinwagen explodierte nach dem Crash – Mutter und Tochter konnten nur noch tot geborgen werden. (Archivfoto)  © 7aktuell.de | Alexander Franz

Auto von Mutter und Tochter wurde von Sportwagen gerammt und explodierte

Eines der hochmotorisierten Fahrzeuge rammte dabei einen Kleinwagen, in dem eine Mutter und ihre erwachsene Tochter saßen. Das Auto explodierte, beide Frauen starben. Die Tochter war 23 Jahre alt.

Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Angeklagten Jugendstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und acht Monaten gefordert. Der Verteidiger des einen Angeklagten plädierte nach Gerichtsangaben auf Freispruch und sonst auf eine Bewährungsstrafe, der Verteidiger des anderen ebenfalls auf eine Bewährungsstrafe.

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