Ehefrau sediert und in Badewanne ermordet? 63-Jährigem droht jahrelange Haft

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Von Bernhard Krebs

Köln - Am Landgericht Köln hat am Freitag der Prozess gegen einen 63-Jährigen begonnen, der seine Ehefrau in der Badewanne heimtückisch ertränkt haben soll.

Ein Urteil im Mordprozess soll für Mitte Juni anberaumt sein. (Symbolbild)
Ein Urteil im Mordprozess soll für Mitte Juni anberaumt sein. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Frau zunächst mit einem Schlafmittel sediert und sie dann in der Badewanne unter Wasser gedrückt zu haben, um einen Suizid vorzutäuschen. 

Am ersten Verhandlungstag bestritt der 63-Jährige die Vorwürfe und verwies auf frühere Suizidversuche seiner Frau. Sie habe an chronischen Schmerzen gelitten und sich in einem Verzweiflungszustand befunden. 

Die Staatsanwaltschaft geht hingegen davon aus, dass der Bauingenieur aus Wermelskirchen aufgrund einer "über Jahre andauernden und sich zum Schluss zuspitzenden schwierigen familiären Situation" beschlossen habe, seine Ehefrau zu töten. 

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Dazu habe er Ende 2021 zehn Schlaftabletten in ihrem Morgenkaffee aufgelöst, den die 58-Jährige noch im Bett liegend zu sich genommen habe. Nachdem sie eingeschlafen war, soll er sie vollständig bekleidet in eine mit warmem Wasser gefüllte Badewanne gelegt haben, "sodass sich ihr Kopf unterhalb des Wasserspiegels befand". 

Angeklagter seit März 2022 auf freiem Fuß

Für den Angeklagten überraschend sei seine Frau dann noch einmal wach geworden, mit dem Kopf aufgetaucht und habe nach Luft gerungen. "Daraufhin ergriff der Angeklagte die Oberarme der Geschädigten und drückte sie gewaltsam mit dem Kopf unter Wasser, bis der Tod eintrat", hieß es in der Anklage.

Erst wesentlich später habe der Mann den Notruf gewählt und behauptet, er habe seine Frau leblos im Badezimmer vorgefunden.

Der Angeklagte hatte zunächst in Untersuchungshaft gesessen, befindet sich seit März 2022 jedoch wieder auf freiem Fuß. Für den Prozess sind weitere sieben Verhandlungstage bis zum 22. Juni angesetzt.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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