Betrug mit Covid-Testzentrum: Täter soll satte 19 Millionen Euro einkassiert haben

Köln - Ein 38 Jahre alter Mann steht vom heutigen Montag an wegen mutmaßlich besonders schweren Betrugs mit Corona-Bürgertests vor dem Kölner Landgericht.

In weiteren Anklagepunkten wird dem 38-jährigen Mann zudem Steuerhinterziehung sowie Untreue zur Last gelegt.
In weiteren Anklagepunkten wird dem 38-jährigen Mann zudem Steuerhinterziehung sowie Untreue zur Last gelegt.  © Christophe Gateau/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, von März 2021 bis Mai 2023 ein Netz von Testzentren in Köln und Euskirchen sowie im Rhein-Erft-Kreis und im Rheinkreis Neuss gegründet und betrieben zu haben.

Dabei soll er der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) unter anderem Corona-Tests in Rechnung gestellt haben, die es gar nicht gegeben habe.

Der Schaden belaufe sich auf rund 19 Millionen Euro. In weiteren Anklagepunkten wird dem Mann zudem Steuerhinterziehung sowie Untreue zur Last gelegt.

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Mit dem 38-Jährigen sitzt noch eine 47 Jahre alte Frau auf der Anklagebank, der ein gleich gelagerter Abrechnungsbetrug mit einem von ihr betriebenen Testzentrum in Kerpen bei Köln vorgeworfen wird. Durch sie soll der KVNO ein Schaden von 800.000 Euro entstanden sein.

Der Prozess ist mit 20 Verhandlungstagen bis Ende April terminiert.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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