Angeklagte sollen Tiere in Skandal-Schlachthof gequält haben: Prozessstart am Freitag

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Köln/Hürth - Wegen Tierquälerei in einem Schlachthof beginnt am Freitag ab 9.30 Uhr der Prozess gegen vier Männer vor dem Kölner Amtsgericht.

Die angeklagten Mitarbeiter des inzwischen geschlossenen Schlachthofs in Hürth bei Köln sollen die Tiere unter anderem mit Mistgabeln geschlagen haben.
Die angeklagten Mitarbeiter des inzwischen geschlossenen Schlachthofs in Hürth bei Köln sollen die Tiere unter anderem mit Mistgabeln geschlagen haben.  © ANINOVA e.V.

Die früheren Mitarbeiter des Betriebs sollen bei Schlachtungen Rinder, Schafe und Ziegen nicht sachgemäß betäubt und ihnen so unnötiges Leid zugefügt haben. 

So sollen Tiere in zahlreichen Fällen minutenlange Schmerzen erlitten und sich noch bewegt haben, nachdem ihnen die Kehlen durchgeschnitten worden waren. Die Angeklagten sollen dem Empfinden der Tiere gefühllos gegenübergestanden und keine Anpassungen der Betäubung vorgenommen haben. 

Aufgedeckt worden waren die Missstände in dem Schlachthof in Hürth bei Köln von Mitgliedern einer Tierschutzorganisation. Sie hatten die grausamen Schlachtungen heimlich gefilmt.

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Nach Bekanntwerden der Aufnahmen hatte das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises den Betrieb geschlossen. 

Der Prozess startet am Freitag vor dem Kölner Amtsgericht.
Der Prozess startet am Freitag vor dem Kölner Amtsgericht.  © Thomas Banneyer/dpa

Bereits im vergangenen Oktober sollte ein erster Prozess gegen einen 32 Jahre alten Angeklagten beginnen. Die Verhandlung war aber unmittelbar nach der Anklageverlesung ausgesetzt worden, nachdem der Verteidiger gerügt hatte, dass sein Mandant die Anklageschrift nicht in bulgarischer Sprache erhalten habe.

Titelfoto: Bildmontage: ANINOVA e.V., Thomas Banneyer/dpa

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