Prozess wegen totgeschütteltem Baby: Polizei schnappt flüchtigen Vater - U-Haft!

Köln - Ein Elternpaar aus Gummersbach soll sein Baby so geschüttelt haben, dass es wenig später starb. Der am Dienstag nicht zum Prozess erschienene Vater (35) wurde nun festgenommen.

Der flüchtige Vater (35) konnte von der Polizei am Mittwoch in seiner Wohnung festgenommen werden (Symbolbild).
Der flüchtige Vater (35) konnte von der Polizei am Mittwoch in seiner Wohnung festgenommen werden (Symbolbild).  © Monika Skolimowska/dpa

Die Polizei hat den Vater des Babys festgenommen. Darüber informierte am Donnerstag das Kölner Landgericht.

Der Mann war am Dienstag - ebenso wie die Mutter des Kindes - nicht zum Prozess erschienen, in dem der Tod des Säuglings aufgearbeitet werden soll. Daher war ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden.

Polizisten hätten ihn nun am Mittwoch in seiner Wohnung festgenommen, erklärte das Gericht. Er sitze in Untersuchungshaft.

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Der Anklagevorwurf gegen den 35-Jährigen und die 30 Jahre alte Mutter des Babys lautet fahrlässige Tötung.

Nicht erschienene Mutter weiterhin flüchtig

Die Ermittler werfen dem Elternpaar vor, im Mai 2022 ihr damals 14 Wochen altes Baby über Minuten geschüttelt zu haben. Dabei soll der Säugling ein Schütteltrauma sowie einen Gehirnschädelbruch erlitten haben. An den Verletzungen soll das Baby wenig später in einem Krankenhaus gestorben sein.

Nachdem die Eltern nicht zum Prozessauftakt erschienen waren, hatte das Gericht das Verfahren auf den 29. Mai vertagt. Eine Sprecherin hatte zudem erklärt, dass statt einer fahrlässigen Tötung auch eine Körperverletzung mit Todesfolge vorliegen könne.

Zur ebenfalls dem Prozess ferngebliebenen Mutter gab es am Donnerstag zunächst keine Neuigkeiten. Nach der 30-Jährigen wurde weiterhin per Haftbefehl gesucht.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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