Nach Weidling-Aussage: Prozess gegen Ex-MDR-Unterhaltungschef Udo Foht nähert sich dem Ende

Leipzig - Im Betrugsprozess gegen den früheren MDR-Manager Udo Foht (72) werden am heutigen Freitag (Beginn 9.30 Uhr) voraussichtlich die Plädoyers gesprochen.

Udo Foht (72) steht seit September wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vor Gericht.
Udo Foht (72) steht seit September wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vor Gericht.  © Jan Woitas/dpa

Nachdem am vorherigen Verhandlungstag noch der frühere MDR-Moderator Carsten Weidling (56) als Zeuge ausgesagt hatte, hat der Vorsitzende Richter die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung gebeten, sich auf die Schlussplädoyers vorzubereiten.

Der 72-jährige Foht ist wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung angeklagt. Er hatte im Prozess zugegeben, dass er bis zu seiner Entlassung 2011 immer wieder verschiedene Musikmanager und TV-Produzenten um Darlehen gebeten hatte.

Er habe gewusst, dass er die zumeist fünfstelligen Summen nicht pünktlich würde zurückzahlen können. Das Geld habe er benötigt, um Sendungen im MDR umsetzen zu können.

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Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt für Foht die Unschuldsvermutung.

Den Aussagen des früheren MDR-Unterhaltungschefs lag ein sogenannter Deal zugrunde, den das Gericht vorgeschlagen hatte. Bei einem glaubhaften Geständnis wurde Foht eine Haftstrafe von höchstens einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung in Aussicht gestellt.

Wann das Urteil fällt, war noch offen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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