Mutter und Großeltern sperren Kind jahrelang ein: Kommt es jetzt doch zum Prozess?

Von Yuriko Wahl-Immel

Siegen - Der Strafprozess gegen eine Mutter (49), die ihre kleine Tochter fast deren ganzes Leben lang in einem Haus im Sauerland versteckt haben soll, beginnt nun noch einmal ganz neu.

Bereits ab dem Babyalter soll die Frau ihre Tochter im Haus der Großeltern in Attendorn festgehalten haben - versteckt und vollständig abgeschottet von der Außenwelt.
Bereits ab dem Babyalter soll die Frau ihre Tochter im Haus der Großeltern in Attendorn festgehalten haben - versteckt und vollständig abgeschottet von der Außenwelt.  © Bernd Thissen/dpa

Die angeklagte 49-Jährige hatte im Januar nach Angaben des Landgerichts Siegen einen Suizidversuch unternommen. Ihr wird unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Sie soll ihr Kind sieben Jahre lang im Haus der Großeltern in Attendorn in NRW völlig abgeschottet und ihm ein normales Leben verwehrt haben.

Wegen Beihilfe sind auch die Großeltern angeklagt, die die Mutter unterstützt haben sollen.

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Der Großvater war zu Beginn des Prozesses vor knapp fünf Wochen nicht erschienen, mehrfach war vertagt und verschoben worden.

Die Strafprozessordnung verlange einen Neustart, sagte eine Gerichtssprecherin. Es sei davon auszugehen, dass alle drei Anklagten verhandlungsfähig seien.

Solltet Ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym.

Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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