Steuerschaden geht in die Millionen: Drahtzieher von illegalen Kippen-Fabriken verurteilt

Von Wolfram Lumpe, Helge Toben

Wuppertal - Er soll als Drahtzieher in Radevormwald und Velbert illegale Zigarettenfabriken betrieben haben: Das Wuppertaler Landgericht hat einen Mann wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt.

Die Zigaretten aus den illegalen Fabriken waren für den deutschen und europäischen Schwarzmarkt bestimmt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Der Steuerschaden geht nach Angaben des Gerichts in die Millionen.

Die Fabriken waren im Herbst 2024 vom Zoll ausgehoben worden. In dem Tatkomplex wurden bereits mehrere Tatbeteiligte verurteilt.

Bei der Anklageerhebung im Herbst war der jetzt Verurteilte 46 Jahre alt.

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Bei den Durchsuchungen im Oktober 2024 hatten die Beamten in Velbert und Radevormwald unter anderem 27 Tonnen Rohtabak, elf Tonnen Feinschnitt sowie mehr als 100.000 Stangen gefälschte Zigaretten verschiedener Marken sichergestellt.

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19 Menschen bei Razzia in illegalen Zigarettenfabriken festgenommen

Die Zigaretten aus den Fabriken waren für den deutschen und europäischen Schwarzmarkt bestimmt.

19 Menschen waren damals in den Fabriken festgenommen worden. Allein den deutschen Tabaksteuerschaden hatte der Zoll im Herbst 2024 auf mehr als 4,3 Millionen Euro geschätzt.

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