Versuchter Mord: Mutmaßliche Linksextremisten jagen Nazis und attackieren sie mit Hammer

Von Frank Christiansen

Düsseldorf - Sechs mutmaßliche Linksextremisten müssen sich von diesem Dienstag an in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten.

Sechs Angeklagte der Gruppe Antifa-Ost, auch Hammerbande genannt, müssen in Düsseldorf vor Gericht - unter anderem wegen versuchten Mordes. (Archivbild)  © Marius Becker/dpa

Sie sollen in Budapest Neonazis und Rechtsextremisten gejagt und geschlagen haben. Die Bundesanwaltschaft wertet dies in zwei Fällen als versuchten Mord.

Den Angeklagten wird daneben die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Angeklagt sind vier junge Frauen und zwei Männer aus Jena und Leipzig. Sie sind 22 bis 24 Jahren Jahre alt. Sie sollen Mitglieder der Antifa-Ost sein, auch Hammerbande genannt.

Der Generalbundesanwalt stuft die Antifa-Ost als militante, linksextreme Vereinigung ein. In Budapest seien verschiedene Personen mit Faustschlägen, Schlagstöcken und einem Hammer angegriffen worden.

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Die Verteidiger haben die Anklage bereits kritisiert: Sie sei überzogen und lasse eine politische Motivation befürchten. Nicht einmal die ungarische Justiz habe einen Tötungsvorsatz gesehen.

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Neben dem Geschehen in Budapest am Rande eines internationalen Treffens von Rechtsextremisten ("Tag der Ehre") sollen die Angeklagten im April 2022 in Erfurt eine Verkäuferin attackiert und verletzt haben, die in einem Laden der Marke "Thor Steinar" arbeitete.

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