Seniorin mit 23 Stichen getötet: Ersthelferin entpuppt sich als mutmaßliche Mörderin

Von Frank Christiansen

Wuppertal - Wegen Mordes aus Habgier muss sich eine 61-jährige Frau am Montag in Wuppertal vor dem Landgericht verantworten.

Die 61-Jährige muss sich nun vor dem Landgericht Wuppertal wegen Mordes aus Habgier verantworten. (Archivbild)
Die 61-Jährige muss sich nun vor dem Landgericht Wuppertal wegen Mordes aus Habgier verantworten. (Archivbild)  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Anfang August 2025 soll die bislang unbescholtene Frau eine 81-jährige Bekannte in einem Mehrfamilienhaus in Mettmann bei Düsseldorf aufgesucht haben.

Opfer und Angeklagte sollen sich gut gekannt haben. Die 81-Jährige habe der Frau die Tür geöffnet und sie hereingelassen. In der Küche soll die damals 60-Jährige plötzlich mit einem Bügeleisen auf den Kopf ihrer Gastgeberin eingeschlagen haben, bevor sie zu einem Messer gegriffen haben soll.

Hausnachbarn hörten verdächtige Geräusche und wählten den Notruf. Doch die Rettungskräfte konnten die von 23 Messerstichen tödlich verletzte Seniorin nicht mehr retten.

Mutter und Großeltern sperren Mädchen jahrelang ein: Prozess kurz nach Beginn unterbrochen
Gerichtsprozesse NRW Mutter und Großeltern sperren Mädchen jahrelang ein: Prozess kurz nach Beginn unterbrochen

Die Angeklagte, die ebenfalls in Mettmann lebte, wurde noch am Tatort festgenommen. Dort soll sie sich als Ersthelferin ausgegeben haben.

Finanzielle Probleme sollen mutmaßliche Mörderin zur Tat bewogen haben

Polizisten hatten die 61-Jährige im vergangenen August noch am Tatort festgenommen. (Symbolbild)
Polizisten hatten die 61-Jährige im vergangenen August noch am Tatort festgenommen. (Symbolbild)  © Moritz Frankenberg/dpa

In ihrer Handtasche entdeckten die Ermittler dann Wertgegenstände des Opfers. Sie soll Goldschmuck, persönliche Unterlagen und die Geldbörse des Opfers mit 275 Euro Bargeld an sich genommen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht daher von Mord aus Habgier aus. Laut Anklage hatte die Frau finanzielle Probleme und soll sich entschlossen haben, diese notfalls mit Gewalt zu lösen.

Die Angeklagte habe im Ermittlungsverfahren zu den Vorwürfen geschwiegen, sagte ein Gerichtssprecher.

Bewaffneter Überfall auf Juwelier: Männer behaupten, sie hätten aus Angst gehandelt
Gerichtsprozesse NRW Bewaffneter Überfall auf Juwelier: Männer behaupten, sie hätten aus Angst gehandelt

Das Landgericht hat lediglich zwei Prozesstage angesetzt. Ein Fortsetzungstermin ist für den 16. Januar anberaumt.

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse NRW: