Vor seinem Gerichtsprozess geflüchtet: Verletzter Häftling wieder in Gewahrsam

Von Simon Kremer

Magdeburg - Ein unter anderem wegen Vergewaltigung angeklagter Mann, der Ende Januar aus der Magdeburger Uniklinik geflohen war, konnte wieder geschnappt werden.

Der Angeklagte (33) flüchtete noch vor seiner Verhandlung aus der Uniklinik Magdeburg. (Archivfoto)
Der Angeklagte (33) flüchtete noch vor seiner Verhandlung aus der Uniklinik Magdeburg. (Archivfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Wie ein Sprecher des Landgerichts Stendal mitteilte, befindet sich der 33-Jährige wieder in polizeilichem Gewahrsam. Er müsse derzeit medizinisch versorgt werden.

Ab Mitte März muss sich der Mann dann unter anderem wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung vor dem Landgericht in Stendal verantworten.

Der Mann war bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei im vergangenen August schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden.

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Damals war die Polizei wegen einer Auseinandersetzung in der Bahnhofsunterführung in Burg alarmiert worden.

Als die Polizisten den Mann stoppten, griff er die Beamten nach Polizeiangaben mit einem Messer und Pfefferspray an.

Polizist schießt auf Angreifer

Vier Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Einer der Polizisten schoss auf den Mann. Unter anderem sei dabei ein Lungenflügel verletzt worden. Nach Angaben des Landgerichts Stendal wurde der Mann operiert und sollte vor seinem Prozess in eine Reha-Klinik nach Bad Gottleuba (Sachsen) gebracht werden.

Für diese Zeit sei der Haftbefehl auch aufgrund des Gesundheitszustandes ausgesetzt worden. Daraufhin verließ der Mann die Klinik.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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