Klingenthaler "Alm-Terrorist" beschäftigt wieder die Justiz

Auerbach/V. - Der als "Alm-Terrorist" bekannte Michael M. (54) beschäftigt mal wieder die Justiz. Nachdem in der vergangenen Woche ein Haus auf seinem Grundstück abgebrannt war, musste er sich am Montag vor dem Auerbacher Amtsgericht verantworten - diesmal wegen Gegenständen vor seinem Haus.

"Alm-Terrorist" Michael M. (54) beschäftigte am Montag erneut das Amtsgericht Auerbach.  © Robert Preuße

Für Richter Helmut Böhmer (59) ist Michael M. ein alter Bekannter. Schon einige Male verhandelte er gegen den Klingenthaler, der seit vielen Jahren Anwohner in den Wahnsinn treibt, weil er die Zufahrtsstraße "Zur Alm" mit Sperrmüll verengt. Sogar Rettungswagen hatten bereits Schwierigkeiten, die Straße zu passieren.

Am Montag stand der arbeitslose Wirtschaftsingenieur erneut vor Gericht, weil er sich weigerte, einen Bußgeldbescheid von 60 Euro zu zahlen.

Worum ging es? "Sie ließen einen Gegenstand auf der Straße liegen, wodurch der Verkehr erschwert werden konnte", zitierte Böhmer aus dem Behördenschreiben. So versperrten am 25. September 2025 unter anderem zwei Mülltonnen, ein Bagger und eine Abdeckplane die Fahrbahn.

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Der "Alm-Terrorist" erschien am Montag ohne Anwalt vor Gericht. Warum er gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegte, blieb sein Geheimnis: "Ich möchte mich schweigend verteidigen", erklärte Michael M. Herausreden konnte er sich nicht - es gibt Beweisfotos.

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Mit diesem Bagger und anderen Gegenständen wurde der Weg versperrt.  © privat
Die Zufahrtsstraße "Zur Alm" wird schon seit Jahren durch Hindernisse eingeengt.  © Sven Gleisberg

Für "Alm-Terrorist" wird es nun doppelt so teuer

Richter Helmut Böhmer (59) verhandelte schon mehrmals gegen den Angeklagten.  © Robert Preuße

"Ich brauche jetzt nicht groß Ermittlungen anstellen, es sei denn, Sie sagen mir einen Grund, warum das anders gewesen sein soll", erklärte Jurist Böhmer zum Angeklagten - der zog seinen Einspruch danach wieder zurück.

Ergebnis der Justizposse: Michael muss nicht nur die 60 Euro zahlen, sondern auch noch 28,50 Euro Bearbeitungsgebühr sowie 35 Euro Gerichtskosten - es wird also doppelt so teuer.

Hinsichtlich des Feuers auf dem Grundstück des "Alm-Terroristen" in der vergangenen Woche dauern die Ermittlungen weiter an.

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