Bautzen - Im Suff schlug er gnadenlos zu. Jetzt muss Felix Z. (36) hinter Gitter und zur Entziehung. Das Landgericht Bautzen verurteilte den Maler.
Als seine Beziehung zu Bruch ging, floh Felix in den Alkohol. Um sein Leben zu finanzieren, holte der Maler Drogen aus Tschechien, verkaufte sie in der Lausitz, konsumierte gelegentlich selbst. Vor allem aber trank er massiv, so sein Anwalt.
Die Sauferei wurde offenbar einer Bekannten zu viel, die sich deshalb von einem Kumpel (48) bei Felix in Sohland abholen ließ. "Das hat ihm nicht gepasst", so das Opfer, das massiv verprügelt wurde.
Dabei benutzte Felix einen Schlagring. Der Mann rettete sich ins Auto, aber der Angreifer drosch mit einem Hammer auf den Wagen ein, zertrümmerte Scheiben, verbeulte das Blech. Das Opfer sei "zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen", ließ der Angeklagte ausrichten. Er habe "Wut im Bauch gehabt".
Ein paar Monate später streifte Felix nachts durch Sohland, traf einen Elektriker (60), der auf seiner Terrasse ein Feierabendbier trank. Die Männer redeten, tranken zusammen Rum-Cola. "Plötzlich wurde er komisch. Ich wollte, dass er geht", so das Opfer. Wieder wurde Felix wütend. Über Stunden drangsalierte und schlug Felix seinen Gastgeber, ehe Nachbarn Hilferufe hörten und die Polizei alarmierten.
In der Wohnung von Felix fanden die Ermittler zudem bereitliegende Waffen wie Wurfstern, Machete, Axt, Eispickel, Schreckschusspistole. Das Landgericht verurteilte den Wüterich nun zu fünf Jahren Haft und ordnete die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.