Sohn brennt Elternhaus ab und tötet seine Mutter (†86): Jetzt muss er in den Knast
Dresden - Weil er sein Elternhaus in Brand steckte, starb seine Mutter (†86). Jetzt verurteilte das Landgericht Görlitz Enriko G. (64) wegen Mordes. Der ehemalige Produktionsarbeiter muss vier Jahre und drei Monate hinter Gitter.
Wie berichtet, hatte Enriko gestanden. Er sei überfordert und perspektivlos gewesen. Über Jahre hatte er seine schwerkranke Mutter gepflegt. "Ich hatte keine Kraft mehr. Mutter wollte nie ins Heim. Ich sah keinen Ausweg mehr", so der Angeklagte. Er habe sterben wollen, "wollte Mutter aber nicht alleine lassen".
Das Gericht war überzeugt, dass Enriko im November 2025 die Klingelanlage stromlos geschaltet, den Telefonhörer neben die Gabel gelegt und Rauchmelder abmontiert hatte. Nachdem die Mutter eingeschlafen war, legte er an fünf Stellen im Haus Feuer, setzte sich in einen Sessel.
Eine Anwohnerin bemerkte den Qualm, rief die Feuerwehr, bei deren Eintreffen das Obergeschoss schon im Vollbrand stand.
Mutter und Sohn kamen mit schweren Rauchvergiftungen und Verbrennungen in Spezialkliniken. Die Mutter starb kurz danach. Enriko lag drei Wochen im Koma, kam später in U-Haft.
Steuerungsfähigkeit von Enriko G. war eingeschränkt
Laut Gericht nutzte der Sohn die Wehrlosigkeit der Mutter aus, weshalb er nun wegen Mordes verurteilt wurde. Allerdings nicht zu einer lebenslangen Haft. Demnach war Enriko in einer besonderen Lebenssituation.
Wegen seiner schweren Depression und mangelnder Sozialkompetenz sei seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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