Versuchter Mord mit Döner in Sachsen – Gericht prüft Freispruch

Von André Jahnke

Zwickau - Mit einem vergifteten Döner soll eine 35-Jährige versucht haben, ihren Stiefvater zu töten. Wegen versuchten Mordes muss sich die Frau in einem Berufungsverfahren von Mittwoch an vor dem Landgericht Zwickau verantworten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Eine 35-jährige Sächsin soll versucht haben, ihren Stiefvater mit einem vergifteten Döner umzubringen. Nun geht der Fall vor das Landgericht Zwickau. (Symbolbild)  © 123rf/kocastock

In erster Instanz war die 35-Jährige vom Amtsgericht Zwickau freigesprochen worden. Gegen dieses Urteil hatte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Berufung eingelegt.

Laut Anklage soll die Frau zunächst eine Modelleisenbahn des Mannes im Wert von etwa 900 Euro gestohlen haben. Anschließend soll sie geplant haben, ihren Stiefvater zu töten. Dafür soll ihm einen mit dem Betäubungsmittel Oxycodon beigemischten Döner gegeben haben.

Dem Opfer wurde schwindelig, und es schlief mehrfach ein. Anschließend erbrach sich der Mann mehrfach, starb aber nicht an dem Wirkstoff.

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Die Menge des Betäubungsmittels Oxycodon war wohl zu gering.

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Laut Staatsanwaltschaft war die beigemischte Menge Oxycodon entweder zu niedrig dosiert, oder aber die Dosierung gelangte wegen des Erbrechens des Geschädigten nicht zur vollen Wirkung. Wenige Tage nach der Tat offenbarte die Angeklagte demnach dem Geschädigten die Beimischung des Oxycodons in den Döner.

Für das Verfahren hat das Landgericht insgesamt fünf Termine bis zum 21. April angesetzt.

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