Von Carsten Linnhoff
Bonn - Rund ein Dreivierteljahr nach dem Grusel-Fund zweier Frauenhände auf der A45 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder des Opfers (†32) erhoben.
Der zur Tatzeit 41-Jährige hatte im Anschluss an die grausame Tat das drei Monate alte Baby der Frau vor einem Kloster abgelegt - auch das Aussetzen des Säuglings ist Teil der Anklageschrift.
Den ersten Schock-Fund hatten Ermittler im November 2025 gemacht. Damals fand man die abgetrennten Hände der Frau aus Eritrea an der A45 bei Olpe, Anfang Dezember dann die Leiche ohne Hände und Kopf in Monreal in Rheinland-Pfalz.
Den Kopf der 32-Jährigen fanden Müllsammler an der A4 in NRW. Ihr drei Monate altes Baby war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden.
Die Fundorte der Hände, der Leiche und des Babys lagen in drei verschiedenen Bundesländern und nicht in der Nähe voneinander.
Der damals tatverdächtige Lebensgefährte der Frau hatte sich nach Äthiopien abgesetzt und war nach Deutschland ausgeliefert worden.
Die 32 Jahre alte Frau hatte zuletzt in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Bonn gewohnt. Über die Hintergründe der Tat und wo sie getötet wurde, ist bislang nichts bekannt. Über die Zulassung der Anklage muss jetzt das Landgericht Bonn entscheiden.