Rostock - In der Nacht von Sonntag auf Montag hat die Polizei im Zusammenhang mit dem Leichenfund in Rostock einen Mann vorläufig festgenommen.
Die Ermittler konnten nach dem Horror-Fund am späten Samstagnachmittag offenbar einen schnellen Erfolg verbuchen.
Wie Harald Nowack, Pressesprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, gegenüber TAG24 bestätigte, hat die Polizei einen 39-Jährigen vorläufig festgenommen.
Der Mann steht im Verdacht, mit dem Tötungsdelikt in Verbindung zu stehen. In welcher Verbindung der Verdächtige zu der toten Person steht, ist noch unklar.
Die Leiche des Opfers wurde am Samstag gegen 17 Uhr in einem kleinen Waldstück zwischen der Satower Straße und Albert-Einstein-Straße gefunden.
Ein Spaziergänger hatte die sterblichen Überreste entdeckt. "Es sah vom ersten Erscheinungsbild so aus, als ob jemand illegal Unrat im Wald entsorgt hätte. Da lag ein alter Teppich obendrauf und etwas Laub", so Nowack.
Der Passant habe sich den Müllhaufen etwas näher angesehen und den Teppich angehoben. "Dann schaute ihn aus einer Plastikwanne ein Körperteil an", sagte der Sprecher.
Oberstaatsanwalt Harald Nowack: "Wir gehen davon aus, dass es sich um eine ganze Leiche handelt"
Die Leiche wurde in Plastikfolie eingewickelt. Einigen Medienberichten zufolge sollen die sterblichen Überreste zerteilt worden sein, das dementierte Nowack allerdings. "Wir gehen davon aus, dass es sich um eine ganze Leiche handelt", so der Oberstaatsanwalt.
Um wen es sich bei dem Toten handelt, ist derweil noch unklar. Die Leiche wurde so belassen, wie sie gefunden wurde, und noch in der Folie zur Rechtsmedizin gebracht. So hätten die Ermittler bei der Spurensicherung bessere Möglichkeiten.
Im Laufe des Montags soll mit der Leichenschau begonnen werden. Erst dann könne die Identität bestätigt werden.
Zur vorläufigen Festnahme des Tatverdächtigen soll es am Montag weitere Informationen geben.
Der Mann wurde noch nicht dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern weiter an.