Fund von abgetrennten Händen und Frauenleiche: Lebensgefährte in U-Haft

Bonn - Nach dem Fund von abgetrennten Händen auf der A45 sowie der dazu passenden Leiche einer Frau (†32) in einem Waldstück sitzt der dringend tatverdächtige Lebensgefährte (41) seit Freitag in U-Haft in Bonn (NRW).

Auf diesem Teilstück der A45 bei Olpe fanden Ermittler im November 2025 zwei abgetrennte Frauenhände. (Archivbild)
Auf diesem Teilstück der A45 bei Olpe fanden Ermittler im November 2025 zwei abgetrennte Frauenhände. (Archivbild)  © Alex Talash/dpa

Gegen den Mann lag bereits seit dem 15. Dezember 2025 ein Haftbefehl vor.

Der in Bonn gemeldete 41-Jährige hatte sich in der Zwischenzeit jedoch nach Äthiopien abgesetzt, wo er sich seit Ende November allerdings auf Veranlassung der lokalen Behörden in Verwahrung befand.

Daraufhin stellte die für den Fall zuständige Staatsanwaltschaft Bonn ein Auslieferungsersuchen an die äthiopischen Ermittler - mit Erfolg, wie sich nun zeigte: Am vergangenen Mittwoch reisten Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft in das ostafrikanische Land, um den 41-Jährigen nach Deutschland zu bringen und an die deutsche Justiz zu übergeben.

Schlimmes Unglück in Sachsen-Anhalt: Mann bricht in See ein und stirbt
Leichenfunde Schlimmes Unglück in Sachsen-Anhalt: Mann bricht in See ein und stirbt

Am Freitag wurde der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags einen Haftbefehl gegen den Mann an, der anschließend in U-Haft genommen und in eine JVA überstellt wurde.

Schock-Fall sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen

Ein Bonner Richter hat Untersuchungshaft gegen den 41-jährigen Verdächtigen angeordnet. (Symbolbild)
Ein Bonner Richter hat Untersuchungshaft gegen den 41-jährigen Verdächtigen angeordnet. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Der Fall hatte im November 2025 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Damals hatten Beamte der Autobahnpolizei die Hände der Frau, die aus Eritrea stammen soll, auf der A45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und der Anschlussstelle Freudenberg entdeckt.

Zwei Wochen später wurde dann der Leichnam der Frau in einem Waldstück bei Monreal (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz) gefunden. An dem Körper fehlten neben den Händen auch der Kopf, berichteten die Einsatzkräfte damals.

Wo die 32-Jährige, die in einer Unterkunft in Bonn gelebt und diese in den frühen Morgenstunden des 16. November verlassen hatte, getötet wurde, ist bislang weiterhin unklar. Zudem fehlt auch vom Kopf der Frau bisher jede Spur.

Titelfoto: Alex Talash/dpa

Mehr zum Thema Leichenfunde: