Leichenfund an See in Dormagen: Belohnung für Hinweise zu Tod von 14-Jährigen
Dormagen - Nachdem am Mittwoch ein toter Jugendlicher (†14) an einem See bei Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) gefunden wurde, sucht die Kriminalpolizei dringend nach Zeugen.
Inzwischen wurde sogar eine Belohnung ausgelobt: Jeweils 5000 Euro versprechen die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Stadt Dormagen demjenigen, der sachdienliche Hinweise zur Ermittlung und Verurteilung eines Tatverdächtigen liefern kann.
Das hat das zuständige Polizeirevier Rhein-Kreis Neuss am Freitag mitgeteilt.
Demnach nehme die Mordkommission "Waldsee" Hinweise unter den Rufnummern 02131/3000 sowie 0211/8700, per E-Mail an [email protected] oder persönlich an jeder Polizeidienststelle entgegen.
Die Leiche des 14-jährigen Jungen aus Eritrea, der in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen gelebt haben soll und laut Staatsanwaltschaft als "völlig unbescholten" galt, wurde am frühen Mittwochabend gegen 17 Uhr von Spaziergängern im Bereich eines Waldsees an der Salm-Reifferscheidt-Allee entdeckt.
Ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Teenagers feststellen. Eine Obduktion sollte Todesursache und Todeszeitpunkt klären. Diese sei inzwischen laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zwar abgeschlossen, das vorläufige Ergebnis wollte die Staatsanwaltschaft am Freitag demnach aber noch nicht mitteilen.
Erste Hinweise der Kriminalpolizei deuten auf Kapitalverbrechen hin
Nach Angaben der Polizei wies der 14-Jährige bei seinem Auffinden schwerste Verletzungen auf. "Die Spuren und Hinweise [...] deuten zum jetzigen Zeitpunkt auf ein Kapitalverbrechen hin", teilen die Ermittler am Freitag mit.
Nähere Angaben zu den Verletzungen wollen die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell aber nicht machen. Ebenso ist noch unklar, ob der Fundort gleichzeitig auch der Tatort ist.
Umfangreiche Spurensuchen rund um den See am Mittwoch und Donnerstag haben bislang keine Ergebnisse geliefert. Unter anderem waren auch Suchhunde und Taucher im Einsatz. Die Ermittlungen zum Tathergang und den Hintergründen laufen weiter auf Hochtouren.
Titelfoto: Vincent Kempf
