77-Jähriger aus Hessen soll Kinder in 13 Ländern missbraucht haben

Von Christine Schultze

Wetzlar - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern ist Anklage gegen einen 77-Jährigen aus Hessen erhoben worden.

Kinder und Jugendliche in 13 unterschiedlichen Ländern soll der 77-Jährige missbraucht haben - vor allem in Asien. (Symbolbild)
Kinder und Jugendliche in 13 unterschiedlichen Ländern soll der 77-Jährige missbraucht haben - vor allem in Asien. (Symbolbild)  © 123rf/Tinnakon Jorruang

Der Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis steht im Verdacht, in 13 unterschiedlichen Ländern eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen schwer sexuell missbraucht und die Taten durch Foto- und Videoaufnahmen dokumentiert zu haben. Das teilten das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) und die Zweigstelle Wetzlar der Staatsanwaltschaft Limburg mit.

Wegen der Schwere der mutmaßlichen Taten, Wiederholungs- sowie Flucht- und Verdunklungsgefahr hatte die Behörde einen Haftbefehl gegen den Angeschuldigten erwirkt. Bereits Ende September vergangenen Jahres sei er festgenommen worden.

Der 77-Jährige soll vor allem in Asien Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Den Ermittlungen war ein Hinweis der U.S.-amerikanischen Organisation "National Center for Missing and Exploited Children" (NCMEC) vorausgegangen.

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In einer Cloud - also einem digitalen Speicherplatz - des Angeschuldigten seien mehrere Dutzend verdächtige Bild- und Videodateien hochgeladen worden, auf denen der Mann zu identifizieren war.

Rund 5 Millionen Bild- und Videodateien auf sichergestellten Datenträgern

Insgesamt 4,9 Millionen Bild- und Videodateien fanden die Polizisten bislang auf den sichergestellten Datenträgern. (Symbolbild)
Insgesamt 4,9 Millionen Bild- und Videodateien fanden die Polizisten bislang auf den sichergestellten Datenträgern. (Symbolbild)  © 123rf/dimitrimaruta

Nach derzeitigem Ermittlungsstand reichen die mutmaßlichen Taten bis in das Jahr 1996 zurück und umfassen einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren.

Im September 2025 hätten daraufhin Ermittlerinnen und Ermittler des HLKA im Auftrag die Wohnung des Mannes durchsucht und zahlreiche Beweismittel, darunter hauptsächlich Datenträger, sichergestellt.

Die forensische Aufbereitung dauere noch an, erklärten die Ermittler. Der aktuelle Stand liege bei 4,9 Millionen Bild- und Videodateien.

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Um das Verfahren zu beschleunigen, sei daher "ein kleiner Teil" der Vorwürfe bereits zur Anklage gebracht worden.

Titelfoto: 123rf/Tinnakon Jorruang

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