Tochter wird von Vater vergewaltigt: Was ein Polizist ihr danach rät, ist unfassbar

Penistone (England) - Sie hat einen fast vier Jahrzehnte andauernden Kampf hinter sich! Die Britin Carol Higgins (55) wurde im Alter von dreizehn Jahren erstmals von ihrem Vater Elliot Appleyard (heute 76) vergewaltigt. 1984, also etwa drei Jahre nach dem ersten Übergriff, ging sie in Yorkshire erstmals zur Polizei. Was ihr ein Beamter dort riet, wirkt bis heute nach.

Im Alter von dreizehn Jahren begann das Martyrium von Carol Higgins (heute 55). Symbolbild
Im Alter von dreizehn Jahren begann das Martyrium von Carol Higgins (heute 55). Symbolbild  © 123RF/kamion

Er habe ihr gesagt, wenn der Fall vor Gericht käme, "würde sie als die größte Lügnerin und Schl***e dastehen, die es gibt", erzählte Higgins vergangenen Monat in einem Interview mit dem Independent.

Zwischen 1984 und 2015 hatte die Frau ihren Vater immer wieder bei der Polizei angezeigt. Doch erst 2019 wurde Appleyard schließlich zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Higgins hatte danach noch immer ihre Rechnung mit der Polizei von Yorkshire offen. Vor vier Jahren strengte sie schließlich ein Zivilverfahren gegen die Behörde in West Yorkshire an.

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Inzwischen konnte sie auch in diesem Fall einen Erfolg erringen, wie aktuell die Daily Mail berichtet.

Higgins leidet bis heute unter dem Missbrauch

Demnach hat die heute 55-Jährige von der Polizei von West Yorkshire 15.000 Britische Pfund (umgerechnet 17.746 Euro) erhalten. In dem Brief des Polizeipräsidenten der West Yorkshire Police, John Robins, heißt es: "Ich schreibe Ihnen als Polizeipräsident der West Yorkshire Police, um mich aufrichtig für die Art und Weise zu entschuldigen, wie Sie in den letzten 39 Jahren behandelt wurden."

Es sei bekannt, dass "ihre äußerst schwerwiegenden und wahrheitsgemäßen Anschuldigungen zu lange gebraucht haben, um vor Gericht zu kommen". Es sei zutiefst bedauerlich, dass es so lange gedauert habe, so Robins.

Higgins nahm die Entschuldigung dankend an, gab aber auch gleich zu bedenken, dass das Geld nicht ausreiche, um ihr Leid zu kompensieren. "Ich spüre immer noch die Auswirkungen dieses Kindesmissbrauchs", sagte sie.

Heute arbeitet Higgins als Autorin und hat zwei Kinder. Sie lebt im englischen Penistone.

Titelfoto: 123RF/kamion

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