Ehefrau zu Sex mit 120 Männern gezwungen! Zuhälter-Gatte muss nur kurz in den Knast

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Härnösand (Schweden) - Der Fall der Französin Gisèle Pelicot, die jahrelang von ihrem Mann betäubt und zur Vergewaltigung angeboten wurde, sorgt seit 2024 weltweit für Aufregung. In Schweden fand nun ein erschreckend ähnlicher Prozess statt. Ein 61-Jähriger hatte seine Frau zum Geschlechtsakt mit mindestens 120 Männern gezwungen. Am Dienstag wurde er verurteilt.

Das Bezirksgericht Angermanland in Härnösand führte die Hauptverhandlung in dem Missbrauch-Prozess durch.
Das Bezirksgericht Angermanland in Härnösand führte die Hauptverhandlung in dem Missbrauch-Prozess durch.  © IMAGO / TT

Das Bezirksgericht Angermanland in Härnösand sprach den Angeklagten der schweren Zuhälterei sowie versuchten Vergewaltigung, in zwei Fällen von Körperverletzung, sechs Fällen von rechtswidrigen Drohungen und wegen geringfügigen Dopingdelikten schuldig. Das berichtete die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter am Dienstagnachmittag.

Der ehemalige Hells-Angels-Anführer wurde zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Staatsanwältin Ida Annerstedt hatte zuvor zehn Jahre Knast für den Mann gefordert, der im Prozess allerdings fast alle Vorwürfe bestritt.

Der 61-Jährige - der auch wegen Vergewaltigung in acht Fällen angeklagt war, von diesen Vorwürfen aber freigesprochen wurde - muss seiner Frau außerdem 200.000 schwedische Kronen (rund 18.360 Euro) Schadensersatz zahlen.

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Silvia Ingolfsdottir Åkermark, die Anwältin der Betroffenen, zeigte sich nach dem Urteil nicht gänzlich zufrieden. Zwar sei die Verurteilung wichtig, doch die Strafe zu milde, einige Freisprüche enttäuschend. "Wir sind offen für eine Berufung", so Åkermark.

Aufsehenerregender Prozess in Schweden: 28 weitere Männer verurteilt

Die Frau wurde von ihrem eigenen Mann (61) von Drogen und Alkohol abhängig gemacht. (Symbolfoto)
Die Frau wurde von ihrem eigenen Mann (61) von Drogen und Alkohol abhängig gemacht. (Symbolfoto)  © 123rf/thainoipho

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, soll der Verurteilte seine Ehefrau von Drogen und Alkohol abhängig gemacht haben. Sie habe "große Angst" vor ihm gehabt, wie Staatsanwältin Annerstedt in dem Prozess erklärte. Immer wieder wurde ihr heftig gedroht.

Im Netz wurde die verängstigte Schwedin dann von ihrem Mann zwischen 2022 und 2025 für Sex angeboten. Der heute 61-Jährige soll damit mehr als 500.000 schwedische Kronen (rund 46.000 Euro) verdient haben.

Richter Johan Ahlberg befand in seinem Urteil, dass er "den Einstieg der Frau in die Prostitution" eingeleitet und den "Großteil der Organisation" übernommen habe.

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Vor Prozessbeginn waren im Laufe der Ermittlungen 120 Männer identifiziert worden, die für Sex mit der Ehefrau des Angeklagten bezahlt hatten. Laut Gerichtsangaben konnten 29 von ihnen strafrechtlich verfolgt und 28 verurteilt werden.

Titelfoto: Montage: IMAGO / TT, 123RF/thainoipho

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