Kinderpornografie-Verdacht in Kita für Behinderte: Oberfranke in U-Haft!
Von Kathrin Zeilmann und Benedikt Zinsmeister
Bamberg - Ein Hinweis aus den USA brachte die Ermittlungen ins Rollen: Ein Mitarbeiter einer Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Bayern soll kinderpornografische Bilder und Videos angefertigt haben.
Deshalb sitzt der 33-jährige Heilerziehungspfleger jetzt in Untersuchungshaft, wie die Zentralstelle Cybercrime und die oberfränkische Polizei gemeinsam mitteilten.
Nach Informationen von TAG24 handelt es sich bei der betroffenen Einrichtung um das Therapeutisch-Pädagogische Zentrum in Hof.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war demnach ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.
Daraus habe sich ein Anfangsverdacht gegen den 33-Jährigen ergeben. Bei Durchsuchungen in mehreren Objekten in den Landkreisen Kulmbach und Hof in Oberfranken seien elektronische Speichergeräte sichergestellt worden.
Eine erste Sichtung habe die Vorwürfe gegen den Mann erhärtet: Es hätten sich Hinweise ergeben, dass der Mann Bild- und Videoaufnahmen während seiner Arbeitszeit in der Tagesstätte in den Jahren 2025 und 2026 gemacht habe. Er soll dabei die "Hilfsbedürftigkeit der von ihm betreuten Personen" ausgenutzt haben, hieß es weiter. Die Kinder und Jugendlichen soll er zum Teil entkleidet "und mit seinen Fingern den Intimbereich berührt" haben.
Basierend auf den neuen Erkenntnissen erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern einen Haftbefehl. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Titelfoto: NEWS5 / Stephan Fricke
