40 Jahre, nachdem er Mord begangen hat: Mann (65) hingerichtet
Florida - Kaum zu glauben: Gegen einen Mann aus den USA wurde ganze 40 Jahre nach seiner Tat die Todesstrafe vollstreckt!
Am 16. Juni 1986 begann Melvin Trotter (†65) eine folgenschwere Straftat. Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Geschäft in Palmetto, einer Stadt in Florida, tötete er die 70-jährige Ladenbesitzerin Virgie Langford.
Am Dienstagabend wurde Trotter 40 Jahre nach seinem Verbrechen mit einer Giftspritze hingerichtet. Alex Lanfranconi, der Sprecher eines republikanischen Gouverneurs, erklärte, dass es keine Komplikationen gegeben habe.
Wie The Guardian berichtet, wurde der damals Mitte 20-Jährige 1987 wegen Mordes ersten Grades verurteilt - er bekam zudem die Todesstrafe.
Kurze Zeit später entschied das höchste Gericht von Florida, dass bei der ersten Entscheidung über das Strafmaß ein Fehler passiert war. 1993 kamen sie bei der erneuten Überprüfung jedoch wieder zu ihrem ursprünglichen Ergebnis und verhängten erneut die Todesstrafe.
Das ist in diesem Jahr bereits die zweite Hinrichtung - 2025 waren es insgesamt 19 Stück.
Ablehnung jeglicher Einsprüche - trotz Streit um Verfahrensfehler und Alter
Laut den Gerichtsakten soll Trotter sein Opfer erdrosselt und erstochen haben. Später fand ein Lkw-Fahrer die Frau im hinteren Teil ihres Ladens. Zu dem Zeitpunkt lebte sie noch und sprach über wichtige Details zu ihrem Angreifer. Die 70-Jährige verstarb später im Krankenhaus.
Neben seinem Aussehen konnte sich Langford an seinen Tropicana-Mitarbeiterausweis mit seinem Namen drauf erinnern.
Der Oberste Gerichtshof von Florida und der Supreme Court of the United States ließen Trotters letzte Hoffnung platzen – alle Einsprüche wurden trotz Streit um Verfahrensfehler und sein Alter von 65 Jahren abgewiesen.
Trotter wünschte sich vor seinem Tod noch ein letztes Mahl mit Fisch, Maisbrot, Kuchen und Limonade.
Titelfoto: Bildmontage: FLORIDA DEPARTMENT OF CORRECTIONS / AFP
