Ameisenstraße führt zum Mord: Mann soll Nachbarin mit Spaten erschlagen haben
Graz (Österreich) - Insekten brachten einen 53-jährigen Mann aus Graz zur Weißglut. Als er den Ursprung einer Ameisenstraße fand, entfachte sich ein verheerender Streit, den seine Nachbarin nicht überlebte.
Laut einem Bericht der österreichischen "Kronen Zeitung" beginnt der Mordprozess gegen Andreas M. (53) im März dieses Jahres.
Ihm wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr seine Nachbarin Eva K. (†72) brutal ermordet zu haben. Aus einem Grund, der kaum banaler sein könnte.
Demnach soll Andreas M. gemeinsam mit seiner Mutter eine Etage über seinem späteren Mordopfer gewohnt haben. Eines Tages entdeckte er Ameisen auf dem Balkon seiner Wohnung, woraufhin er der Ameisenstraße folgte, um den Ursprung der kleinen Tiere zu finden. Diese Spur führte ihn zur ebenerdigen Terrasse seiner Nachbarin, der 72-jährigen Eva K..
Die "Terrasse" spielte bereits in einigen, vorangegangenen Klagen von Andreas M. eine zentrale Rolle. Demzufolge soll die Seniorin die Fläche, die eigentlich zur Allgemeinfläche gehörte, als "Balkon" genutzt haben, indem Eva K. aus ihrem Küchenfenster kletterte.
Mann soll 18-mal mit Spaten auf Seniorin eingeschlagen haben
Andreas M. soll einen Blumentopf als Ursprung allen Übels ausgemacht und diesen an einen anderen Ort gestellt haben. Die Seniorin bemerkte dies, woraufhin ein wilder Streit entbrannte, der schnell handgreiflich wurde.
Der 53-Jährige habe der Frau laut Bericht mehrere Kniestöße versetzt und sie dann gegen ein Lüftungsgitter geworfen sowie anschließend mit einem Spaten ganze 18-mal gegen ihren Kopf und ihren Hals geschlagen.
Ein psychiatrischer Sachverständiger attestierte dem Angreifer eine schwere psychische Erkrankung, die in dem brutalen Übergriff auf die hilflose Frau ihren Gipfel fand.
Aus diesem Grund soll der Angeklagte in eine Anstalt eingewiesen werden.
Titelfoto: Fotomontage: Erwin Scheriau/APA/dpa, 123RF/sergign

