Mann (†55) kaltblütig vor Kirche erschlagen? Mysteriöser Fall gibt der Polizei Rätsel auf

Kassel - Mitte September wird ein Mann bewusstlos vor der Lutherkirche iim Zentrum der hessischen Großstadt Kassel entdeckt, wenig später stirbt er im Krankenhaus. Obwohl mittlerweile klar ist, dass es sich wohl um einen Mord handelte, steht die Polizei noch vor vielen offenen Fragen.

Khalaf D. (†55) wurde am 17. September bewusstlos auf dem Vorplatz der Lutherkirche in Kassel entdeckt, er verstarb wenig später im Krankenhaus.
Khalaf D. (†55) wurde am 17. September bewusstlos auf dem Vorplatz der Lutherkirche in Kassel entdeckt, er verstarb wenig später im Krankenhaus.  © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Am Abend des 17. September gegen 21.45 Uhr wurde ein Fußgänger auf dem Vorplatz der Kasseler Lutherkirche auf den bewusstlosen Mann aufmerksam. Es handelte sich um den 55 Jahre alten Khalaf D., wie die Ermittler kurz darauf herausfanden.

Trotz der sofortigen Alarmierung der Rettungskräfte und Einlieferung in ein Krankenhaus konnte man dort nichts mehr für den schwer verletzten Mann tun. Er erlag in der Klinik seinen schweren Kopfverletzungen.

Aufgrund der Undurchschaubarkeit der Gemengelage wurde eine Obduktion seiner Leiche angeordnet. Ergebnis: Das Opfer starb durch Fremdeinwirkung.

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Doch auch fast vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod des Mannes, der offenbar auf ein Tötungsdelikt zurückzuführen ist, tappen die Ermittler des nordhessischen Polizeipräsidiums sowie der Staatsanwaltschaft aus Kassel im Dunkeln.

Während die Ermittlungen der eigens eingerichteten "Soko Kirche" derweil noch immer auf Hochtouren laufen, bitten die Ordnungshüter potenzielle Augenzeugen um eventuelle Hinweise zum gewaltsam herbeigeführten Ableben von Khalaf D., der zuletzt in einer Flüchtlingseinrichtung in der Kasseler Unterneustadt lebte.

Polizei appelliert nach brutalem und tödlichen Angriff auf Khalaf D. an potenzielle Zeugen

Die Karte zeigt unter anderem den Ort an dem der schwer verletzte Khalaf D. aufgefunden wurde.
Die Karte zeigt unter anderem den Ort an dem der schwer verletzte Khalaf D. aufgefunden wurde.  © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

In diesem Zusammenhang möchten die Ermittler vor allem wissen, wer am Tag des mutmaßlichen Angriffs noch Kontakt zum Verstorbenen hatte, wie seine Lebensumstände zuletzt genauer aussahen oder wer generell auffällige Beobachtungen rund um den mutmaßlichen Tatort gemacht hat.

Telefonisch sind die Ermittler der "Soko Kirche" unter der Rufnummer 0561/9100 erreichbar.

Titelfoto: Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

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