Ministerpräsident nach tödlichen Schüssen in Jugendeinrichtung in Trauer: "Es ist unerträglich"

Von Lennart Stock

Stade/Garbsen - Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist die Fassungslosigkeit vieler Menschen über das Verbrechen nach wie vor groß.

Zahlreiche Menschen gedachten am Samstag mit einem Trauermarsch der sechs Todesopfer des tragischen Tötungsdelikts vom vergangenen Montag in einer Jugendhilfeeinrichtung.  © Carsten Neff/dpa

Bei weiteren Gedenkveranstaltungen in Stade und Garbsen gedachten viele Menschen der Opfer. 

In Stade schlossen sich viele Leute am Nachmittag einem stillen Trauermarsch an. Im Anschluss gab es ein Konzert, dessen Erlöse an die Jugendhilfeeinrichtung und die Hinterbliebenen gespendet werden sollen, wie die Organisatoren, darunter der Verein Abend fürs Leben, mitteilten. 

Die Stadt Garbsen und die Region luden bereits am Vormittag zu einer interreligiösen Gedenkfeier in der Aula eines Schulzentrums ein.

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Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (59, SPD) erinnerte in einer Rede an die drei Mitarbeiter des Jugendamtes aus der Region Hannover, die sich auf den Weg nach Stade zu dem Gespräch in die Jugendhilfeeinrichtung gemacht hatten, um ihre Aufgabe zu erfüllen – und dann getötet wurden.

"Es ist unerträglich, und es schmerzt uns alle", sagte Lies laut Redemanuskript. "Wir sind im ganzen Land vereint", sagte der SPD-Politiker. "In unserer Trauer, in unserer Fassungslosigkeit – und auch in der Wut darüber, dass ein solches Verbrechen geschehen kann."

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Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (59, SPD) teilte in einer Rede sein Mitgefühl mit. (Archivfoto)  © Michael Matthey/dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies spricht bei Trauerfeier in Garbsen

Lies sagte, man denke heute auch an Kollegen der Getöteten – etwa in Einrichtungen der Jugendhilfe, in Jugendämtern und in sozialen Diensten. "Viele von ihnen gehen in diesen Tagen mit einem anderen Gefühl zur Arbeit. Mit großer Verunsicherung? Mit Angst? Viele fragen sich, ob sie sicher sind. Dieser Sorgen müssen wir uns annehmen", sagte der Ministerpräsident.

"Es ist jetzt unser aller Aufgabe, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die für andere Menschen da sind, mit dieser Verunsicherung nicht allein gelassen werden." 

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