Mordfall Maria (†19): Ihr Liebhaber floh in die Türkei, ist er wieder in Deutschland?

Aschaffenburg - Der Mord an der 19 Jahre alten Krankenschwester-Schülerin Maria K. liegt mehr als 40 Jahre zurück. Verhaftet wurde bislang niemand, doch die Polizei gibt nicht auf. Nach ihrem ehemaligen Lebensgefährten wird international gefahndet, er floh unmittelbar nach der Tat in die Türkei. Doch womöglich ist er wieder in Deutschland.

Die Krankenschwester-Schülerin Maria K. (†19) aus Aschaffenburg wurde im Juli 1984 ermordet.
Die Krankenschwester-Schülerin Maria K. (†19) aus Aschaffenburg wurde im Juli 1984 ermordet.  © News5

Die Bluttat ereignete sich im Juli 1984 in Aschaffenburg, die Akte sei nie vollständig geschlossen worden, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg mit. In enger Absprache zwischen beiden Behörden habe man entschieden, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.

Maria erschien am 30. Juli 1984 nicht zu ihrem Dienst im Städtischen Krankenhaus in Aschaffenburg. "Sie wurde zwei Tage später durch ihre Vorgesetzte leblos in ihrem Zimmer im Schwesternwohnheim in der Lamprechtstraße aufgefunden", sagte ein Sprecher.

Die Gesamtumstände des Leichenfundes hätten damals rasch ergeben, dass die junge Frau umgebracht wurde.

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Durch die Ermittlungen der Polizei sei schnell der Verdacht auf Marias ehemaligen Lebensgefährten gefallen. Doch der 25-Jährige soll sich bereits am Tag nach der Tat in die Türkei abgesetzt haben.

Trotz einer internationalen Fahndung blieb der Verdächtige bis zum heutigen Tag verschwunden.

Fahndung nach 25-jährigem Ex-Partner wegen Mord-Verdacht

Der damals 25 Jahre Ex-Partner von Maria gilt als dringend tatverdächtig, die Fahndung nach ihm dauert an.
Der damals 25 Jahre Ex-Partner von Maria gilt als dringend tatverdächtig, die Fahndung nach ihm dauert an.  © News5

Im Zuge der erneut aufgenommenen Ermittlungen seien bereits Zeugen befragt worden. Ebenso wurden die Beweismittel zum Mordfall Maria erneut untersucht.

Auch zum möglichen Aufenthaltsort des Tatverdächtigen seien umfangreiche und intensive Ermittlungen angestoßen worden. Das überraschende Ergebnis: "Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich wieder in Deutschland befinden könnte", betonte der Sprecher.

Der Ermittler fragen daher: Wer kann mitteilen, wo der Ex-Partner heute lebt?

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Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Zeugen sollen sich bitte unter der Telefonnummer 08001011611 oder per E-Mail an [email protected] an die Kriminalpolizei Aschaffenburg wenden.

Alle Hinweise würden vertraulich behandelt und könnten auch in türkischer und arabischer Sprache mitgeteilt werden, hieß es abschließend.

Titelfoto: Montage: News5

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