Nach tödlicher Attacke: Bruder des Opfers (†20) musste alles mitansehen

Pirna - Todesdrama in Pirna: Am Samstagabend gegen 22 Uhr wurde in der Grünanlage am Dohnaischen Platz ein 20-Jähriger niedergestochen – er verstarb noch am Tatort. Dringend tatverdächtig: ein Junge (15)!

Dohnaischer Park in Pirna: Hier geschah die grausame Bluttat. Beamte sichern Spuren.
Dohnaischer Park in Pirna: Hier geschah die grausame Bluttat. Beamte sichern Spuren.  © Marko Förster

Der mutmaßliche Täter hatte dem russischstämmigen Jürgen L. nach bisherigen Erkenntnissen ein Messer in den Unterleib gerammt und war dann geflohen. Eine Gruppe junger Leute, darunter auch ein jüngerer Bruder (17) des Opfers, hatte die Tat offenbar mitansehen müssen.

Den alarmierten Rettern bot sich ein dramatisches Bild: Im Bauch von Jürgen L. klaffe eine etwa sieben Zentimeter lange Wunde, Teile des Darms quollen daraus hervor. 30 Minuten lang versuchten die Helfer, den 20-Jährigen zu reanimieren – vergeblich. Das Opfer starb unter ihren Händen.

Der Tatverdächtige scheint den jungen Leuten kein Unbekannter zu sein, die Identität war schnell geklärt. Noch in der Nacht gegen 4 Uhr nahmen Beamte ihn am gestrigen Sonntag in Heidenau, von wo er stammt, vorläufig fest.

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Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft, ob er heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt wird.

Retter kämpften 30 Minuten um das Leben des Opfers – vergeblich.
Retter kämpften 30 Minuten um das Leben des Opfers – vergeblich.  © Marko Förster

Musste ein junger Mann wegen eines Streits um Geld sterben?

Die Tatwaffe wurde bislang noch nicht gefunden. Das Motiv ist ebenfalls noch unklar. Aussagen aus dem Umfeld deuten darauf hin, dass es um Geldstreitigkeiten ging.

"Die Morduntersuchungskommission hat die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen und den konkreten Abläufen der Tat, übernommen", so Polizeisprecher Thomas Geithner (48).

Die Tatortgruppe des LKA nahm die Spurensicherung vor. Gleichzeitig haben Ermittler erste Befragungen mit den Anwohnern durchgeführt. Zwanzig Einsatzkräfte waren an den polizeilichen Maßnahmen beteiligt.

Hinweise bitte an die Polizei: Tel. 0351-4832233.

Titelfoto: Marko Förster

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