Blutiges Szenario in Berlin: Kugeln durchsieben Transporter-Tür, Mann stirbt am Steuer
Berlin - Ein grausames Verbrechen beschäftigt seit Samstagmorgen die Ermittler: Nach tödlichen Schüssen auf einen Transporter in Berlin-Weißensee sucht die Polizei nun Zeugen.
Die Beamten wurden eigenen Angaben zufolge kurz nach 6 Uhr in die Gustav-Adolf-Straße alarmiert.
Nach bisherigen Erkenntnissen seien mehrere Schüsse aus einem dunklen Fahrzeug abgegeben, das unmittelbar neben dem geparkten Transporter angehalten hatte.
Kugeln durchsiebten die Tür und trafen einen 44-Jährigen, der auf dem Fahrersitz des Transporters saß.
Rettungskräfte kämpften um das Leben des Mannes - vergeblich. Wiederbelebungsmaßnahmen scheiterten. Der 44-Jährige sei noch vor Ort seinen schweren Verletzungen erlegen, hieß es vonseiten der Ermittler. Der oder die bislang unbekannten Täter flüchteten mit dem mutmaßlichen Tatfahrzeug.
Stephan Weh, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fand deutliche Worte: "Das war keine schief gegangene Warnung, sondern eine gezielte Tötung", unterstrich er.
Wer mehrfach auf die Fahrertür eines geparkten Fahrzeugs schieße, nehme nicht nur billigend in Kauf, dass ein Mensch stirbt, sondern wolle diesen töten. "Eine solche Tat zeugt von einer extremen Gewaltbereitschaft, grenzenlosen Hass und kompletter Skrupellosigkeit."
Schüsse auf Transporter in Weißensee: Polizei wendet sich an die Bevölkerung
Hintergrund und Motiv der Gewalttat sind Gegenstand der ermittelnden Mordkommission. Die Berliner Berlin bittet um Mithilfe und sucht nach Zeugen.
Die Ermittler fragen:
- Wer hat die Tat beobachtet?
- Wer kann Bilder- oder Videoaufnahmen (z.B. aus einer Dash-Cam), die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, zur Verfügung stellen?
- Wer kann Angaben zum Täter bzw. zu den Tätern machen?
- Wer hat das mutmaßlich dunkle Tatfahrzeug gesehen und kann hierzu nähere Angaben machen?
- Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise für die Ermittlungen geben?
Hinweise nimmt Mordkommission des LKA Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664-911777, per Fax unter der Faxnummer (030) 4664-911799 oder per E-Mail entgegen. Zeugen können sich auch an jede andere Polizeidienststelle wenden oder die Internetwache nutzen. Sollte sofortiges polizeiliches Handeln erforderlich sein, wählt bitte den polizeilichen Notruf unter der Telefonnummer 110.
Erstmeldung vom 31. Januar, 12.37 Uhr, aktualisiert um 18.20 Uhr.
Titelfoto: Thomas Peise

