Pfleger soll Patienten für Straftat sediert haben: Polizei untersucht weitere Verdachtsfälle

Wuppertal - Nachdem die Wuppertaler Polizei einen 26-jährigen Pfleger wegen des Verdachts des versuchten Raubes und gefährlicher Körperverletzung festgenommen hat, prüfen die Beamten nun weitere Verdachtsfälle aus der Vergangenheit.

Der Pfleger (26) hatte sich vor einem Kollegen mit den Taten gebrüstet. (Symbolbild)
Der Pfleger (26) hatte sich vor einem Kollegen mit den Taten gebrüstet. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Dem Pfleger wird vorgeworfen, die 60-jährige Bewohnerin eines Pflegeheimes in Wuppertal betäubt zu haben, um an ihre Wertgegenstände zu gelangen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei bereits am Mittwoch erklärt hatten.

Demnach hatte der Leiter der Einrichtung die Beamten alarmiert, nachdem ihm ein Mitarbeiter von den Taten des 26-Jährigen berichtet hatte. Der Verdächtige soll sich zuvor vor seinem Kollegen damit gebrüstet haben, eine Patientin mit verschiedenen Medikamenten sediert zu haben, um diese anschließend ausrauben zu können.

Den Angaben zufolge war es in diesem Fall beim Versuch geblieben, der Mann soll jedoch von weiteren Taten berichtet haben.

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Die Polizei nahm den beschuldigten Pfleger daraufhin vorläufig fest.

Im Zuge der "voranschreitenden Ermittlungen" untersuchen die Beamten nun auch weitere Verdachtsfälle aus der Vergangenheit, mit denen der Beschuldigte in Verbindung gebracht werden könne. "Die Untersuchungen erstrecken sich auch auf vorherige Einrichtungen, in denen er gearbeitet hatte", erklärten die Ermittler.

Im Fokus stünden dabei insbesondere zwölf Anzeigen wegen Diebstahls, die während der Beschäftigungszeit des 26-Jährigen von Bewohnern der Einrichtungen aufgegeben worden waren.

Polizei prüft auffällige Todesfälle in Einrichtungen

Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. (Symbolbild)
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. (Symbolbild)  © 123RF/animaflorapicsstock

Des Weiteren prüfen die Ermittler, ob es während der Beschäftigungszeit des Pflegers in den Einrichtungen zu auffälligen Todesfällen gekommen sei, die gegebenenfalls auf eine Medikamentenvergiftung zurückzuführen sind. Bislang hätten sich dafür jedoch keine tatsächlichen Anhaltspunkte ergeben, wie die Beamten betonten.

Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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