Jüterbog (Teltow-Fläming) - Ein Quartett wagt in der Nacht zu Mittwoch einen gefährlichen Ausflug auf einem Bahnhof in Brandenburg - ein junger Mann wird dabei schwer verletzt.
Der 18-Jährige erlitt durch einen heftigen Stromschlag schwerste Brandverletzungen, wie die Bundespolizei mitteilte. Zudem stürzte der Teenager aus rund vier Metern in die Tiefe und zog sich dabei eine Kopfverletzung zu.
Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisteten seine drei Begleiter im Alter von 20 bis 22 Jahren Erste Hilfe. Der Schwerverletzte wurde schließlich mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Nach ersten Erkenntnissen soll der Heranwachsende gegen 0.35 Uhr am Bahnhof in Jüterbog eigenmächtig auf einen abgestellten Güterwaggon geklettert sein. Demnach wurde ihm dabei ein Spannungsüberschlag zum Verhängnis.
Die Behörde wies darauf hin, dass die Oberleitungen der Bahn eine Spannung von 15.000 Volt führen und allein der Aufenthalt in der Nähe zu einem tödlichen Spannungsüberschlag führen könne.
Aufgrund des Einsatzes musste der Bahnhof Jüterbog bis kurz vor 2 Uhr gesperrt werden. Warum der 18-Jährige auf den Waggon geklettert war, blieb zunächst unklar. Die Befragung seiner Freunde stand noch aus, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Die Behörde hat gegen den jungen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr eingeleitet.