ABC-Alarm bei Verdi! Verdächtiges Pulver zwingt Mitarbeiter in Quarantäne
Von Frederick Mersi
Nürnberg - Ein Umschlag mit verdächtigem Inhalt bei der Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochvormittag um 10.30 Uhr einen größeren Rettungseinsatz in Nürnberg ausgelöst. In dem Brief seien ein verdächtiges weißes Pulver und ein Drohschreiben gewesen.
Eine Spezialeinheit der Feuerwehr aus München sei auf dem Weg, um die Substanz vor Ort zu analysieren.
"Es geht darum, relativ schnell Gewissheit zu bekommen, worum es sich handelt", sagte Franke. Eine weitere Probe soll demnach im Labor vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim analysiert werden.
Drei Menschen im Gewerkschaftshaus am Kornmarkt hatten ihm zufolge Kontakt zu der unbekannten Substanz. Bisher hätten diese aber keine Reaktionen gezeigt. Bei acht weiteren Personen im Stockwerk sei noch unklar, ob diese in Berührung mit dem Pulver gekommen seien.
"Eine Person, die unmittelbar mit der Substanz in Kontakt kam, zeigte sich infolge des Ereignisses psychisch stark belastet und galt dadurch als mittelschwer erkrankt", teilte Sohrab Taheri-Sohi vom Bayerischen Roten Kreuz mit.
"Sie befindet sich in Quarantäne und wird betreut." Die anderen zehn Personen seien ebenfalls vorsorglich in Quarantäne.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Das Gewerkschaftshaus wurde abgesperrt. Die Feuerwehr rückte laut Franke mit mehreren Dutzend Einsatzkräften an und baute eine Dekontaminationsstraße auf. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, betonte Franke. Nach ersten Erkenntnissen bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr.
Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen. Welchen Inhalt das Drohschreiben hat, wollte ein Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Titelfoto: NEWS5 / Sven Grundmann
