Acht Tonnen Kokain beschlagnahmt: Vizekanzler würdigt "harten Schlag" gegen Drogenhandel

Von Marco Rauch

Wilhelmshaven/Köln - Dem deutschen Zoll ist in Wilhelmshaven einer der größten Kokainfunde der vergangenen Jahre gelungen: Mehr als acht Tonnen der Droge mit geschätztem Straßenverkaufswert von rund 500 Millionen Euro wurden sichergestellt.

In den Containern entdeckten die Beamten über 400 mit schwarzer Folie umwickelte Pakete mit jeweils rund 20 hartgepressten Kokainblöcken.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das teilten die Staatsanwaltschaft Aurich und die Generalzolldirektion in Köln am Mittwoch mit. Der Fund im Jade-Weser-Port blieb aus ermittlungstaktischen Gründen bisher geheim und wurde bereits am 9. Februar gemacht.

Durch die anschließende internationale Zusammenarbeit konnten schließlich Mitte Mai zwei mutmaßliche Drahtzieher bei einer fingierten Containerübergabe in der spanischen Provinz Almería durch spanische Behörden festgenommen werden. Einer der Beschuldigten ist Geschäftsführer eines Importunternehmens.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) würdigte den Erfolg: "Acht Tonnen Kokain in einem einzigen Aufgriff – das ist ein harter Schlag gegen den internationalen Drogenhandel".

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Der Vizekanzler dankte den Einsatzkräften und kündigte an, dem Kabinett in Kürze das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz vorzulegen. Damit solle der Zoll neue technische und rechtliche Instrumente für den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität erhalten.

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Vizekanzler Lars Klingbeil (48, SPD) lobte den Fund als großen Erfolg im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel.  © Jan Woitas/dpa

Rauschgift wurde noch in Deutschland vernichtet

Die Drogen befanden sich nach Angaben von Zoll und Staatsanwaltschaft in einem Seecontainer aus Westafrika, der laut Frachtpapieren mit Kakaobohnen beladen und für Spanien bestimmt war. Beim Röntgen fielen der Kontrolleinheit des Hauptzollamtes Oldenburg laut eigenen Angaben Unregelmäßigkeiten auf, woraufhin Beamte über 400 mit schwarzer Folie umwickelte Pakete entdeckten.

Jedes Paket enthielt den Angaben zufolge rund 20 hartgepresste Kokainblöcke. Um einen gewaltsamen Rückholversuch durch Kriminelle auszuschließen, wurde das Rauschgift unter strengen Sicherheitsvorkehrungen noch in Deutschland vernichtet.

Die Täter hatten die Pakete mit GPS-Sendern versehen, um den Standort der Fracht jederzeit überwachen zu können.

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