Achtung vor diesen vermeintlichen Schlüsseln: Lehrer nach Elektroschock im Krankenhaus
Wiesloch - Ein vermeintlich harmloser Fund in einem Klassenzimmer hat am Donnerstagvormittag in einer Schule in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) zu einem Rettungseinsatz geführt.
Ein 57-jähriger Lehrer entdeckte gegen 10 Uhr ein Gerät, das auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Fahrzeugschlüssel aussah. Als der Pädagoge den Gegenstand aufhob und berührte, erhielt er völlig unerwartet einen Stromschlag.
Der verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Die herbeigerufene Polizei stellte fest, dass es sich bei dem Fund nicht um einen Schlüssel, sondern um ein getarntes Elektroimpulsgerät handelte. "Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass derzeit weitere Geräte im Umlauf sind", warnen die Ermittler.
Wer einen solchen Gegenstand findet oder im Besitz eines solchen Gerätes ist, sollte diesen keinesfalls berühren und umgehend die Behörden informieren.
Zudem warnt die Polizei Wiesloch vor dem Umgang mit Elektroschockgeräten, da dies zu ungewollten Stromschlägen führen kann.
Sowohl der Besitz als auch das Führen dieser getarnten Waffen stellt einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar. Wie diese illegalen Geräte in die Schule gelangten und woher sie stammen ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei Heidelberg hat die Ermittlungen übernommen.
Titelfoto: Bildmontage: Polizeipräsidium Mannheim, Daniel Karmann/dpa
