Kumhausen - Auf der Bundesstraße sind nicht nur überhöhte Geschwindigkeiten ein Risiko – auch das andere Extrem kann gefährlich sein. Das zeigt ein Fall aus Niederbayern. Hier wollte eine Landschildkröte die B15 überqueren.
Ein Zeuge meldete den Landshuter Beamten am Dienstag das offenbar feste Vorhaben des Tieres auf Höhe Hachelstuhl.
"Ein Vorhaben, das selbst für besonders gelassene Gemüter keine gute Idee ist", teilte die Polizeiinspektion Landshut am Mittwoch mit. "Glücklicherweise wurde die kleine Ausreißerin rechtzeitig entdeckt und in Sicherheit gebracht."
Ansonsten, so sind sich die Ordnungshüter sicher, wäre der gemächliche Ausflug zu einem gefährlichen Abenteuer geworden.
Möglicherweise nicht nur für das Tier selbst. Dessen Eigentümer bislang völlig unbekannt ist.
Der Halter – oder mögliche Personen, die den Besitzer kennen – werden daher gebeten, sich unter der Telefonnummer 0871/9252-0 zu melden.
Vielleicht kann dann auch das Ziel der Wanderung rekonstruiert werden.
Die Schildkröte hinterließ offenbar viel Eindruck bei den Polizisten: "An Entschlossenheit hat es ihr jedenfalls nicht gefehlt – nur die Routenwahl ließ etwas zu wünschen übrig."