Amok-Alarm an Gymnasium in Oberbayern: Täter war in psychiatrischer Behandlung

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Schongau - Bei einem mutmaßlichen Amoklauf an einem Gymnasium in Oberbayern sind mindestens zwei 13 Jahre alte Mädchen schwer verletzt worden.

Einsatzfahrzeuge stehen vor dem Welfen-Gymnasium in Schongau.
Einsatzfahrzeuge stehen vor dem Welfen-Gymnasium in Schongau.  © Christoph Peters/Münchner Merkur/tz/dpa

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde ein 16-Jähriger festgenommen. Laut Polizei gibt es Hinweise auf eine Amoktat. Der Jugendliche hatte ein Messer und eine Schusswaffe dabei.

Mindestens zwei 13 Jahre alte Mädchen wurden schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, bestätigte eine Sprecherin der Polizei. Es handelt sich um Schülerinnen des Gymnasiums. Beide Verletzte befinden sich inzwischen außer Lebensgefahr.

Wie viele Menschen insgesamt wie schwer verletzt wurden, blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach von einer einstelligen Zahl Verletzter.

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Mehr als 15 Streifen waren am Mittag zum Welfen-Gymnasium im Dornauer Weg in Schongau geeilt. Auch sechs Hubschrauber seien am Einsatz beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der vier Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.

Der Vorfall habe sich teilweise auf dem Schulgelände und in unmittelbarer Nähe des Gymnasiums ereignet.

Täter war in psychiatrischer Behandlung: Motiv unklar

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.  © Lennart Preiss/dpa

Der mutmaßliche Täter befand sich zunächst auf der Flucht, konnte dann aber gefasst werden.

Laut Innenminister Joachim Herrmann (69, CSU) befand sich der Jugendliche in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Demnach hat der 16-Jährige die kroatische Staatsbürgerschaft und wohnte zuletzt bei seinen Eltern.

Sein Motiv bleibt zunächst unklar. Ob es zwischen ihm und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gab, ist Gegenstand der Ermittlungen.

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Es müsse nun geklärt werden, ob es da "irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind", sagt Innenminister Herrmann. 

"Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher.

Bilder von der Einsatzlage in Schongau

Das Unterstützungskommando (USK), spezialisierte Kräfte der bayerischen Polizei, ist am Einsatzort.
Das Unterstützungskommando (USK), spezialisierte Kräfte der bayerischen Polizei, ist am Einsatzort.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Schwerbewaffnete Polizisten stehen am Welfen-Gymnasium.
Schwerbewaffnete Polizisten stehen am Welfen-Gymnasium.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Mehrere Menschen wurden bei dem mutmaßlichen Amoklauf verletzt.
Mehrere Menschen wurden bei dem mutmaßlichen Amoklauf verletzt.  © Lennart Preiss/dpa
Knapp 13.000 Menschen leben in der oberbayerischen Kleinstadt Schongau.
Knapp 13.000 Menschen leben in der oberbayerischen Kleinstadt Schongau.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Vieles deutet laut Polizei auf eine Amoklage hin.
Vieles deutet laut Polizei auf eine Amoklage hin.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Verletzte an Gymnasium in Schongau: Anlaufstelle für Eltern eingerichtet

Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz.
Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz.  © Lennart Preiss/dpa

Für Angehörige und Eltern von Schülern wurde inzwischen eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße 46 in Schongau eingerichtet.

Etwa 800 Schüler besuchen das betroffene Gymnasium in der 13.000-Einwohner-Kleinstadt Schongau. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einer Amoktat. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau", sagte Söder. "Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."

Die Einsatzkräfte mahnten Bewohner, den Bereich um den Dornauer Weg 21 zu meiden.

Erstmeldung von 13.55 Uhr; letzte Aktualisierung 17.14 Uhr.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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