Antisemitische Straftaten in NRW ein zunehmendes Problem? Das sagen die Zahlen

Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf - Bei der Zahl der antisemitischen Straftaten in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich nach einem Höchststand im Jahr 2024 eine rückläufige Tendenz ab.

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 sind die Antisemitismus-Fälle in NRW stark angestiegen. (Symbolbild)
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 sind die Antisemitismus-Fälle in NRW stark angestiegen. (Symbolbild)  © Hannes P Albert/dpa

2025 wurden nach vorläufigen Angaben des NRW-Innenministeriums landesweit 527 antisemitische Straftaten erfasst. Ein Jahr zuvor war mit 695 Taten ein Zehn-Jahres-Hoch verzeichnet worden.

Dennoch werteten Fachleute den Rückgang nicht als Entwarnung, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Zahl antisemitischer Straftaten sei weiter hoch, wenngleich sie nach aktueller Tendenz leicht zurückgingen. Die noch vorläufigen Zahlen könnten sich außerdem noch ändern.

Im Jahr 2023 wurden in NRW nach früheren Angaben des Innenministeriums 547 antisemitische Straftaten registriert – also ungefähr so viele wie 2025. Ein Jahr zuvor waren es noch 331.

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Die Zahl antisemitischer Vorfälle war seit dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 und der Eskalation in Nahost stark gestiegen.

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, Sylvia Löhrmann, sprach in der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld) von einer alarmierenden Entwicklung.

"Jüdinnen, Juden und auch Unterstützer des jüdischen Lebens berichten von Angst und realen Bedrohungen - sei es im öffentlichen Raum, der Universität oder im Internet", sagte Löhrmann. "Es ist nicht hinnehmbar, wenn sich Jüdinnen und Juden in unserem Land nicht mehr sicher fühlen."

Titelfoto: Hannes P Albert/dpa

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