Bomben-Alarm in Hanau: Fahndung nach Mann mit olivgrüner Jacke
Hanau - Ein Einkaufszentrum wurde geräumt, der Marktplatz gesperrt und der Busverkehr eingestellt: In Hanau kam es am Freitagmorgen zu einem großen Polizeieinsatz wegen einer mutmaßlichen Bombe. In der Folge fahndet das Polizeipräsidium Südosthessen nun nach einem Mann mit einer olivgrünen Jacke!
Gegen 7.20 Uhr hatten Zeugen einen Koffer vor einem Eingang zum "Stadthof" entdeckt, auf dem in großen Buchstaben das Wort "Bombe" prangte.
Beamte von Stadt- und Landespolizei rückten in der Folge aus. Der Hanauer Marktplatz wurde gesperrt, das Shoppingcenter geräumt und der Busverkehr unterbrochen, wie das Polizeipräsidium Südosthessen mitteilte.
"Die Polizei ging dabei mit Augenmaß und der gebotenen Umsicht vor", betonte ein Sprecher.
Nach einer Untersuchung der vermeintlichen Bombe durch Spezialisten der Polizei konnte dann Entwarnung gegeben werden: Der Koffer stellte sich als "leer und letztlich harmlos" heraus, hieß es weiter. Alle Sperrungen wurden wieder aufgehoben.
Kripo Hanau fahndet nach Verdächtigem und sucht Zeugen
Doch die Ermittlungen dauern an: Die auffällige Beschriftung des Koffers deutet für die Beamten klar darauf hin, dass hier mit Absicht ein falscher Alarm verursacht wurde.
Es werde daher "wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten" ermittelt. Aus diesem Grund sei auch der Koffer zur Untersuchung auf etwaige Spuren hin sichergestellt worden.
Durch die Auswertung einer Videoüberwachung kamen die Ermittler bereits auf eine erste Spur: Die Aufnahmen zeigen, dass gegen 3.50 Uhr in der Nacht zu Freitag eine vermutlich männliche Person den "Stadthof"-Eingang am Marktplatz passierte und dabei einen Koffer bei sich trug.
Zu dem Verdächtigen liegt diese Beschreibung vor:
olivgrüne Kapuzenjacke
helle Jeans
schwarze Schuhe
rote Handschuhe
Zeugen, die Hinweise zu dem falschen Bomben-Alarm in Hanau oder zur Identität des Verdächtigen geben können, sollen sich bitte unter der Telefonnummer 06181100120 mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen.
Titelfoto: 5VISION.NEWS

