Drei Männer nach riesigem Drogenfund angeklagt: Es geht um 1,4 Tonnen Kokain!

Von Angelika Resenhoeft

Landkreis Kitzingen - Nach dem Fund einer enormen Kokain-Menge in Unterfranken hat die Staatsanwaltschaft Würzburg drei Männer angeklagt. Die 19, 26 und 49 Jahre alten Beschuldigten sollen zusammen mit noch unbekannten Komplizen dafür verantwortlich sein, dass rund 1,4 Tonnen Kokain nach Deutschland gelangten.

Alleine im unterfränkischen Abtswind fand die Polizei 300 Kilo Kokain. (Symbolbild)
Alleine im unterfränkischen Abtswind fand die Polizei 300 Kilo Kokain. (Symbolbild)  © Bild-Montage: 123rf/ximagination, 123rf/alexkonon

Allein im unterfränkischen Abtswind (Landkreis Kitzingen) waren im vergangenen Sommer 300 Kilo Kokain gefunden worden - im Wert von ungefähr 15 Millionen Euro.

Nach Behördenangaben hat sich nur einer der Verdächtigen bisher umfassend zur Sache eingelassen und den Vorwurf zumindest teilweise eingeräumt. Ein Mann habe sich bislang gar nicht geäußert. Der Dritte im Bunde habe die Tat abgestritten.

Nun muss die Jugendkammer des Landgerichts Würzburg entscheiden, ob sie die Anklage zulässt.

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Die Ermittlungsgruppe geht davon aus, dass es neben den Beschuldigten weitere Beteiligte und Hinterleute gibt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern, die in Untersuchungshaft sind, bandenmäßigen, unerlaubten Handel mit Kokain im drei- bis vierstelligen Kilobereich vor.

Kokain in stählernen Brückendämpfern geschmuggelt

Bisher noch unbekannte Bandenmitglieder sollen in Mexiko zwischen 100 und 300 Kilo hochreines Kokain in Hohlräume von stählernen Brückendämpfern verbaut haben. Diese sollten an eine Scheinfirma in Europa transportiert werden.

Den Ermittlern zufolge sollen hierfür bundesweit mehrere Lagerhallen angemietet worden sein, unter anderem in Abtswind.

Dort sollen die Brückendämpfer geöffnet und das Kokain entnommen worden sein. Die Anklage geht von einer Kokain-Menge von insgesamt 1,4 Tonnen aus, die so nach Deutschland gelangt ist.

Aufmerksamer Bauer bemerkt vermummte Männer und alarmiert Polizei

Die Polizei geht davon aus, dass es neben den Beschuldigten weitere Beteiligte und Hinterleute gibt. (Symbolbild)
Die Polizei geht davon aus, dass es neben den Beschuldigten weitere Beteiligte und Hinterleute gibt. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Im vergangenen Juli hatte ein Landwirt die Polizei gerufen, weil er an einer abgelegen stehenden Halle an der A3 im Landkreis Kitzingen mehrere verdächtige, teils vermummte Menschen bemerkt hatte, die bei seinem Anblick davonfuhren.

Dennoch trafen die Beamten in und vor der vermieteten Halle noch zwei Männer an. Dazu entdeckten sie vier Fahrzeuge mit überwiegend französischen Kennzeichen sowie mehrere Paletten mit auffallend geformten Metallbehältern, wovon einer erkennbar ein Pulver enthielt.

Die Beamten gingen deshalb zunächst davon aus, dass ihnen Geldautomatensprenger ins Netz gegangen sein könnten.

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Doch der Verdacht auf Sprengstoff ließ sich schnell ausräumen, stattdessen schlug ein Drogenspürhund an: In einem Teil der 20 Behälter befanden sich 200 Kilogramm Kokain. Die beiden Männer, der 49-jährige Schweizer und der 26-jährige Franzose, wurden festgenommen.

Wenige Minuten später nahmen Polizeikräfte zudem an der nah gelegenen Anschlussstelle Wiesentheid den 19-jährigen Franzosen fest.

Titelfoto: Bild-Montage: 123rf/ximagination, 123rf/alexkonon

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