Göttingen - Nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien in Göttingen (Niedersachsen), bei der ein Polizist schwer verletzt wurde, stellte sich jetzt der Tatverdächtige. Nach ihm wurde europaweit gefahndet.
Wie die Polizeiinspektion Göttingen mitteilte, tauchte der 16-jährige Beschuldigte am frühen Dienstagabend in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei auf und konnte vorläufig festgenommen werden.
Dem Teenie wird zur Last gelegt, am Samstagabend bei dem Zoff zweier Familien mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe abgefeuert und dadurch einen Polizisten schwer verletzt zu haben.
Der Jugendliche war nach den Geschehnissen mehrere Tage untergetaucht und die Beamten lösten eine europaweite Fahndung aus.
Die Polizei ermittelt umfangreich in dem Fall und durchsuchte unter anderem drei Wohnungen in Göttingen und Gieboldehausen, wobei über 40 Telefone entdeckt wurden.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass der hohe Fahndungsdruck, die starke polizeiliche Präsenz [...] sowie die intensiven polizeilichen Ermittlungen zu dem Entschluss des Tatverdächtigen führten, sich zu stellen", vermutet Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn.
Über ein Hinweisportal gingen zahlreiche Tipps und Videos aus der Bevölkerung ein, die nun gesichtet werden müssen, hieß es. Die Ermittlungen zu den genauen Tatabläufen, den Hintergründen und dem möglichen Tatmotiv dauern weiter an.