Er war mit 1,58 Promille unterwegs: Schwarzfahrer greift Polizisten an
Halle - Teufel Alkohol hat sich am Donnerstag mal wieder von seiner schlimmsten Seite gezeigt. Der Übeltäter: ein 35-jähriger Deutscher, dem nun gleich mehrere Anzeigen anhängen.
Der Mann hatte die S-Bahn von Leipzig nach Halle genommen, ohne sich jedoch den dafür nötigen Fahrschein zu besorgen. Kurz vor der Saalestadt begann dann das Drama: Als eine Zugbegleiterin seinen Fahrschein kontrollieren wollte, wurde der Mann aggressiv und schrie die Mitarbeiterin lautstark an.
Dem 35-Jährigen wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt. In Halle angekommen, warf er jedoch sein Gepäck auf den Bahnsteig und versuchte, wieder in den Zug einzusteigen.
Als ein Mitarbeiter der Bahnsicherheit sich ihm in den Weg stellte, schlug der Unruhestifter ihm unvermittelt mit der Hand ins Gesicht. Daraufhin fixierte der Security-Mitarbeiter den Angreifer, fesselte ihn und alarmierte die Bundespolizei.
Auch nach Eintreffen der Beamten verhielt sich der Mann aggressiv und laut, beleidigte und bedrohte nach wie vor die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens. Die Mitarbeiter nahmen ihn mit aufs Revier, während er weiter lautstark um sich schrie und dabei auch eine verfassungswidrige Äußerung getätigt haben soll.
Unruhestifter in medizinische Einrichtung gebracht
Auf dem Revier angekommen, wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt. Ergebnis: 1,58 Promille. Aufgrund seiner starken Stimmungsschwankungen und Aggressivität forderte die Polizei einen Rettungswagen an. Als die Beamten ihn in diesen bringen wollten, schlug er mit der Faust gegen eine Wand und verletzte sich dabei.
Um zu verhindern, dass er sich weiter verletzt, wollten die Bundespolizisten den Trunkenbold erneut fixieren. Dagegen wehrte er sich vehement, trat in Richtung der Beamten, riss sich los und schlug um sich. Er musste zu Boden gebracht und ihm Hand- sowie Fußfesseln angelegt werden, wogegen er sich ebenfalls massiv wehrte.
Aufgrund seines Gesundheitszustands wurde er schließlich in eine medizinische Einrichtung gebracht. Der Mann erhielt mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen des Erschleichens von Leistungen, Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung.
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