Über 200.000 Euro futsch: Sachse verliert Geld bei angeblicher Kryptoanlage

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Mittweida/Jöhstadt - Betrugs-Fälle in Südwestsachsen häufen sich. Nun haben Täter einen Mann (66) mit einem Anlagebetrug um eine sechsstellige Summe gebracht.

Ein Mann (66) aus Mittelsachsen glaubte Geld in eine Kryptoanlage zu investieren. Dabei verlor er mehr als 200.000 Euro. (Symbolbild)
Ein Mann (66) aus Mittelsachsen glaubte Geld in eine Kryptoanlage zu investieren. Dabei verlor er mehr als 200.000 Euro. (Symbolbild)  © 123rf/strelok

Wie die Polizei mitteilte, war der 66-Jährige im Januar auf ein vermeintliches Anlagemodell mit Kryptowährungen gestoßen. Der Mann war zunächst vorsichtig und investierte nur 250 Euro.

"Die Täter täuschten anschließend hohe Renditen vor, sodass der Mann mehrfach und in kurzen Abständen insgesamt mehr als 200.000 Euro auf ein Geschäftskonto in den Niederlanden überwies", berichtet ein Polizeisprecher.

Erst als die Täter den Sachsen aufforderten, eine Versicherungsgebühr von 25.000 Euro zu überweisen, nahm er Kontakt mit seiner Bank auf und erhielt den Hinweis auf einen möglichen Betrug.

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Auch ein 85-jähriger Erzgebirger wendete sich am Donnerstag an die Polizei. Mitte Februar hatten sich telefonisch angebliche Finanzexperten bei ihm gemeldet und gewinnbringende Anlagen angeboten.

"In der Folge überwies der Senior mehrere tausend Euro auf ein Bankkonto in Litauen", so die Polizei. Als weitere Zahlungen als Gebühren gefordert wurden, schöpfte der Rentner schließlich Verdacht.

Polizei schnappt sogenannten Abholer

In Jöhstadt wurde ein 32-Jähriger festgenommen. Er steht im Verdacht ein sogenannter Abholer zu sein. (Symbolbild)
In Jöhstadt wurde ein 32-Jähriger festgenommen. Er steht im Verdacht ein sogenannter Abholer zu sein. (Symbolbild)  © 123RF/ammentorp

Gute Nachrichten gibt es dagegen nach mehreren Fällen von Schockanrufern im Erzgebirge. Es konnte ein Verdächtiger gestellt werden.

Am Donnerstag war es in der Region vermehrt zu Schockanrufen gekommen, bei denen sich Anrufer teilweise als Polizisten ausgaben. Sie erzählten, ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht und man müsse Kaution zahlen.

"Aufgrund der konzentrierten Häufung derartiger Betrugsanrufe war die Streifentätigkeit in den Ortschaften ad hoc verstärkt worden", berichtet die Polizei am Freitag.

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Das Vorgehen der Beamten war von Erfolg gekrönt. In Jöhstadt fiel ihnen ein polnisches Auto auf, dessen Fahrer (32) zu Fuß in Wohngebieten unterwegs war. Die Polizei kontrollierte ihn und nahm ihn schließlich fest.

Der Mann wurde am Freitag einem Richter am Amtsgericht vorgeführt. Es wurde Haftbefehl erlassen, der aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

Titelfoto: 123rf/strelok

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