Europaweit gesucht! Polizei schnappt Drogenboss trotz Gesichts-OP

Hamburg/Bad Oeynhausen/Berlin – Nach monatelanger Fahndung ist der Polizei ein entscheidender Schlag gelungen! Ein mutmaßlicher Drogen-Großhändler aus Hamburg ist am Freitag in Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) verhaftet worden.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei bereiten sich auf die Stürmung einer Wohnung vor. (Symbolbild)
Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei bereiten sich auf die Stürmung einer Wohnung vor. (Symbolbild)  © Markus Scholz/dpa

Der 45-Jährige stehe im Verdacht, Kokain im dreistelligen Kilobereich nach Deutschland geschmuggelt und weiterverkauft zu haben, teilte die Hamburger Polizei am Mittwoch mit.

Beamte des Berliner Spezialeinsatzkommandos hätten den Mann bereits am Freitagabend in dem westfälischen Kurort in einem Einfamilienhaus festgenommen.

Gegen den Verdächtigen hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg bereits einen Haftbefehl beim Amtsgericht erwirkt, zudem einen Beschluss zur Sicherstellung von mehr als 1,8 Millionen Euro.

Entwarnung nach Bombendrohung im Berufsschulzentrum Stendal!
Polizeimeldungen Entwarnung nach Bombendrohung im Berufsschulzentrum Stendal!

Der Mann sei seit 2018 auch von belgischen Behörden gesucht worden, weil er in Belgien eine zehnjährige Haftstrafe wegen bandenmäßigen Einfuhrschmuggels von Betäubungsmitteln verbüßen soll.

Laut Medienberichten soll der Drogenboss geahnt haben, dass die Polizei ihm auf der Spur ist und deshalb durch mehrere Gesichtsoperationen versucht haben, sein Aussehen zu verändern.

Polizei findet Ausweise mit 18 verschiedenen Identitäten

Bei der Durchsuchung des Hauses in Bad Oeynhausen habe die Polizei rund 70.000 Euro und 2000 US-Dollar Bargeld sowie Goldbarren, Schmuck und mehrere teure Armbanduhren sichergestellt.

Außerdem hätten die Beamten 18 offenbar gefälschte Ausweise mit Lichtbildern des Beschuldigten und mehrere verschlüsselte Handys gefunden.

Bereits im März hatte die Polizei eine Wohnung in Berlin durchsucht, die der Verdächtige offenbar kurz zuvor verlassen hatte. Dort hatten die Ermittler drei scharfe Schusswaffen entdeckt, wie es hieß.

Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" kamen die Fahnder dem 45-Jährigen über dessen Freundin auf die Spur. Sie hätten die Frau am Freitag von Berlin nach Bad Oeynhausen verfolgt.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: