Explosion im ICE: Polizei bittet um Fotos und Videos von Fahrgästen

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Von Christoph Driessen

Bonn - Eineinhalb Wochen nach einem Sprengstoffanschlag mit zwölf Leichtverletzten in einem ICE südlich von Köln sucht die Polizei weiter nach Zeugen.

Im betroffenen ICE kam es Anfang April zu einer Explosion. Nun laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Im betroffenen ICE kam es Anfang April zu einer Explosion. Nun laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.  © Marius Fuhrmann/dpa

Nach aktuellem Ermittlungsstand sei davon auszugehen, dass noch nicht alle Fahrgäste befragt worden seien, teilte die Polizei mit.

Einige Reisende aus dem Zug seien mit dem Schienenersatzverkehr weitergereist, bevor ihre Personalien festgestellt worden seien. Diese Fahrgäste würden daher gebeten, sich zu melden.

Gegebenenfalls während der Fahrt gemachte Fotos und Videos seien von besonderem Interesse.

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In dem ICE hatte am 2. April ein junger Mann laut Polizei mit einem Anschlag gedroht und zwei Sprengkörper gezündet. Der Deutsche soll in Aachen an Bord des ICE gegangen sein und nach einem Zwischenstopp in Köln-Deutz die Sprengsätze gezündet haben.

Fahrgäste wurden demnach durch umherfliegende Plastikkugeln aus den Sprengkörpern und Knalltraumata leicht verletzt. Der ICE stoppte dann außerplanmäßig in Siegburg. 127 Fahrgäste sollen zu diesem Zeitpunkt an Bord gewesen sein.

Das Motiv des mutmaßlichen Täters ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf noch unklar. Einerseits gebe es Erkenntnisse, dass der 20-Jährige politisch "dem rechten Spektrum zuzuordnen" sei, andererseits aber auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung.

Titelfoto: Marius Fuhrmann/dpa

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