Explosionsverbrechen geplant? Zwei Verdächtige nach A3-Kontrolle in U-Haft

Wiesent - Nach dem Fund verdächtiger Gegenstände in einem Auto auf der A3 sitzen Fahrerin und Beifahrer in U-Haft. Beide stehen unter dringendem Verdacht, ein Explosionsverbrechen vorbereitet zu haben.

Bei einer routinemäßigen Kontrolle haben Beamte in einer BMW-Limousine "sprengstoffverdächtige Gegenstände" festgestellt.  © NEWS5 / Lars Haubner

Zuvor hatten in der Nacht auf Freitag Polizeibeamte bei einer Kontrolle im Oberpfälzer Landkreis Regensburg "sprengstoffverdächtige Gegenstände" festgestellt. Die A3 war seitdem gesperrt.

Die Fahrzeugführerin der schwarzen BMW-Limousine und ein männlicher Beifahrer seien vorläufig festgenommen worden.

Laut des Pressedienstes "News5" soll es sich um ein Mietfahrzeug handeln.

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Die Fahrerin des Autos sowie ihr Beifahrer wurden in Untersuchungshaft genommen. Gegen die 28-Jährige und den 24-Jährigen besteht laut Landeskriminalamt der dringende Verdacht, ein Explosionsverbrechen vorbereitet und gegen das Sprengstoffrecht verstoßen zu haben.

Darüber hinaus sollen sie sich zu einem schweren Bandendiebstahl verabredet haben. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg erließ Haftbefehle gegen beide.

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Maßnahmen hatten Auswirkungen auf Berufsverkehr

Die Polizei durchsuchte den Leihwagen.  © NEWS5 / Lars Haubner

Nach Polizeiangaben seien die beiden Insassen gegen 2 Uhr morgens im Bereich der Anschlussstelle Wiesent und Wörth an der Donau kontrolliert worden.

"Zur Gefahrenabwehr wurde die A3 zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und Wiesent in Fahrtrichtung Passau sowie ab der Anschlussstelle Tiefenthal in Fahrtrichtung Nürnberg voll gesperrt", teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.

Erst am späteren Vormittag konnte der Verkehr zumindest in eine Richtung wieder anlaufen, so eine Polizeisprecherin. Rund um den Fundort waren die Beamten jedoch weiterhin mit der Spurensuche beschäftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr daher erst gegen Mittag wieder freigegeben werden.

Mögliche Verbindungen zur Geldautomatensprenger-Szene im Fokus

Zahlreiche Einsatzkräfte sind nach dem mutmaßlichen Sprengstofffund stundenlang auf der A3 im Einsatz.  © NEWS5 / Lars Haubner

Die Beamten waren mit einer hohen Anzahl an Einsatzkräften vor Ort und sicherten den Bereich weiträumig ab.

Wegen der Explosionsgefahr wurden LKA-Spezialisten aus München angefordert. Sie entschieden, den Fund nicht zu transportieren, sondern vor Ort zu sprengen. Die Detonation erfolgte um 8.45 Uhr, sagte ein Polizeisprecher: "Es war ein lauter Knall."

Nach derzeitiger Einschätzung habe es sich um Sprengstoff gehandelt. Noch liegen aber keine konkreten Hinweise vor, ob ein terroristischer Zusammenhang besteht oder ob andere Motive in diesem Fall eine Rolle spielen. Man gehe aber inzwischen unter anderem Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene nach.

Originalmeldung: 8.39 Uhr. Letzte Aktualisierung: 17.05 Uhr.

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