Bärnau - Eine Spaziergängerin hat im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz selbstgebaute Böller gefunden und sie bei der Polizei gemeldet - völlig zu Recht, wie sich herausstellte.
Die 33-Jährige meldete sich am Dienstagnachmittag bei der Bundespolizei und übergab den Beamten einen Gegenstand, den sie zuvor am Ortsrand von Bärnau gefunden hatte.
Das Päckchen mit einer herausragenden Zündschnur ließ die Polizisten staunen: Der Fund wurde als nicht klassifizierbare Pyrotechnik eingestuft.
Hier war professionelle Unterstützung gefragt! Nur wenige Stunden später trafen Sprengstoffspezialisten des Entschärfungsdienstes aus München in Bärnau ein.
Nach der fachlichen Begutachtung stand fest: Der Sprengkörper sei "handhabungsunsicher", so die Bundespolizei. Der Gegenstand wurde daraufhin durch eine kontrollierte Sprengung auf einer freien Fläche in Bärnau vernichtet.
Woher der explosive Eigenbau stammte, ist noch unklar. Die Ermittlungen zum Geschehen laufen.
Bundespolizei warnt vor Pyrotechnik
"Im Vergleich zu handelsüblichen Böllern und Raketen enthalten Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4 deutlich gefährlichere und hochempfindliche Blitzknallsätze", erklärt die Bundespolizei. Der Umgang damit ist deshalb nur geschultem und berechtigtem Personal erlaubt.
"Lassen Sie aufgefundene pyrotechnische Gegenstände und Selbstlaborate oder verdächtige Gegenstände unbedingt am Fundort liegen und verständigen Sie umgehend die Polizei", warnt die Behörde.