Fast zwei Jahre nach Riesenrad-Brand beim Highfield-Festival: So steht's um die Ermittlungen
Von André Jahnke
Großpösna - Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Brand eines Riesenrades beim Highfield-Festival am Störmthaler See nahe Leipzig sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.
Wann mit einem Ende des "sehr umfangreichen Verfahrens zu rechnen ist", könne zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage. Ihren Angaben zufolge wurden seitdem 179 Zeugen befragt.
Am Abend des 17. August 2024 hatten Tausende Besucher auf dem Musikfestival gefeiert, als während eines Auftritts plötzlich eine der 24 Gondeln des 38 Meter hohen und voll besetzten Riesenrades in Brand geriet.
Die Flammen griffen auf eine zweite Gondel über, einige Menschen sprangen aus mehreren Metern Höhe aus dem Riesenrad.
Insgesamt 65 Menschen wurden anschließend ärztlich versorgt. Die Rettungskräfte brachten 16 Menschen mit zum Teil schweren Brand- und Sturzverletzungen in Krankenhäuser. Nach Polizeiangaben waren zwölf weibliche und vier männliche Personen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren betroffen.
Material unterhalb des Riesenrads ursächlich?
Einer ersten Einschätzung zufolge war Material unterhalb des Fahrgeschäfts auf noch nicht bekannte Art und Weise in Brand geraten. Das Feuer griff dann auf eine Gondel über. Detaillierte Angaben dazu macht die Staatsanwaltschaft aktuell nicht.
Die Staatsanwaltschaft hat zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zum einen wegen fahrlässiger Brandstiftung, zum anderen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Dabei soll untersucht werden, ob bei der Evakuierung des Riesenrades alles richtig abgelaufen war.
Beide Ermittlungsverfahren werden gegen "bekannt" geführt.
Titelfoto: Str./dpa
