Frau von Selbstschussanlage schwer verletzt: Erbauer landet jetzt doch in Haft

Dannigkow/Stendal - Am 2. Mai wurde eine Frau in Dannigkow (Landkreis Jerichower Land) auf der Suche nach ihrem entlaufenen Hund durch eine Selbstschussanlage schwer verletzt. Jetzt wurde der Erbauer festgenommen.

Am Tattag rückte die Polizei mit einem Großaufgebot in dem kleinen Ort Dannigkow an. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Als die Frau durch mehrere Schrotkugeln verletzt wurde, gingen die angerückten Beamten zunächst davon aus, dass jemand bewusst auf sie gezielt haben muss.

Es stellte sich jedoch heraus, dass der Besitzer des Grundstücks, welches die Frau betrat, eine Selbstschussanlage installiert hatte. Zusätzlich kamen weitere Waffen bei einer Hausdurchsuchung zum Vorschein.

Weil die zuständige Staatsanwaltschaft Stendal kein vorsätzlich versuchtes Tötungsdelikt sah, wurde auch kein Haftbefehl gegen den Grundstückseigentümer beantragt. Inzwischen ist man bei der Behörde anderer Meinung.

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Wie die Polizeiinspektion Stendal am Montag mitteilte, habe man aufgrund weiterer "gewonnener Erkenntnisse" das Verfahren "zu einem versuchten Tötungsdelikt umqualifiziert". Dazu hätten unter anderem der Gesundheitszustand der Frau sowie ihre Schilderungen zum Vorfall beigetragen.

Inzwischen hatte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Burg Haftbefehl gegen den 43-Jährigen beantragt. Er ließ sich widerstandslos festnehmen, hieß es.

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Bereits am Freitag sei er dem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser habe eine Untersuchungshaft angeordnet. Seitdem sitzt der Waffenbauer in einer JVA.

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