Sohland/Spree - Melitta soll Kaffee bekanntlich zum Genuss machen. Ab einer gewissen Menge ist die Feinschmeckerei allerdings nicht gerade ratsam - aus gesundheitlichen, aber auch rechtlichen Gründen.
Das musste ein 48 Jahre alter Deutscher am Montagnachmittag an der deutsch-tschechischen Grenze erfahren.
Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Mann in Sohland an der Spree (Landkreis Bautzen) gerade über die Grenze gefahren, als er die Aufmerksamkeit der Beamten erregte.
Auf einem Anhänger hatte der 48-Jährige 788 Kilogramm Kaffeepulver geladen, das er zuvor "für gastronomische Zwecke" in einem grenznahen Supermarkt gekauft haben wollte.
Auf eine gesetzlich vorgeschriebene Freimenge konnte er sich nicht berufen. Die gilt nämlich nur für den privaten Eigenbedarf und bis zehn Kilo Kaffee. Seine Fracht hätte der Mann daher anmelden müssen.
Kaffee-Ladung auf Anhänger hat bitteren Beigeschmack
Seine lösliche Ladung hatte der 48-Jährige zudem auf einem Anhänger festgezurrt, dessen Hauptuntersuchung schon 13 Monate zurückgelegen habe.
Jetzt muss sich der Deutsche nicht nur wegen Überschreitung des HU-Termins verantworten, sondern auch wegen Steuerhinterziehung. Der Zoll leitete ein entsprechendes Verfahren ein.